Zug sprang bei Bad Laasphe aus den Schienen

Das THW aus Korbach hob bei Bad Laasphe einen entgleisten Zug wieder auf die Schienen. Foto: THW

Bad Laasphe/Korbach. Einen entgleisten Zug hat das Technische Hilfswerk Korbach bei Bad Laasphe (Kreis Siegen-Wittgenstein) wieder auf die Schienen gehoben. Während ein Zug der Kurhessenbahn eine Weiche überfuhr, sprang diese um - bevor das letzte Drehgestell des Zuges die Weiche passiert hatte. Dadurch entgleisten am Donnerstagabend die letzten beiden Achsen.

Einige Teile am Drehgestell brachen ab oder wurden beschädigt. Das berichtete Hans-Joachim Kegel, Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbandes Korbach. Grund für das Entgleisen war offenbar die Wetterlage.

Der Ortsverband Korbach, der über entsprechende hydraulische Geräte zur so genannten Aufgleisung verfügt, wurde um 18.40 Uhr über den Notfallmanager der Bahn alarmiert. Zu dieser Zeit war im Landkreis Waldeck Frankenberg durch die Wetterlage der Verkehr nahezu zusammengebrochen. Rund 20 Helferinnen und Helfer rückten dennoch in Richtung Bad Laasphe aus - ihre Fahrzeuge waren mit Schneeketten ausgerüstet. Wegen der Wetterlage dauerte die Anfahrt der vier THW-Fahrzeuge fast zwei Stunden, wie Kegel weiter erklärte.

Die Einsatzstelle lag kurz vor dem Bahnhof in Bad Laasphe. Durch den entgleisten Zug waren die Strecke und der Bahnhof selbst blockiert. Nachdem die Helfer die Einsatzstelle von Schnee und Eis befreit hatten, brachten sie den Aufgleissatz in Stellung, hoben damit das Schienenfahrzeug an und brachten es wieder auf das richtige Gleis.

„Danach wurden die Achsen wieder an ihre ursprüngliche Stelle gebracht“, erklärte Kegel, der gemeinsam mit Zugführer Dirk Gernand die Einsatzleitung hatte. Der Triebwagen wurde notdürftig fahrbereit gemacht, so dass er mit eigener Kraft bis in den Bahnhof fahren konnte. Dort sollte er von der Werkstatt der DB aus Limburg instandgesetzt werden.

Nachdem die Korbacher THW-Kräfte die Weiche von Eis und Schnee befreit haben und die abgebrochenen Metallteile entfernt hatten, wurde die Funktion der Weiche überprüft. Gegen 1 Uhr früh gaben Einsatzkräfte und Notfallmanager die Strecke wieder frei. Erst gegen 3.30 Uhr waren die Helfer wieder am Stützpunkt in Korbach.

Am ersten Weihnachtsfeiertag gab es für die Kurhessenbahn ein weiteres Problem mit einem liegengeblieben Zug. Kurz vor dem Willinger Ortsteil Usseln war ein aus Richtung Korbach kommender Triebwagen mit Reisenden an Bord in einer großen Schneewehe steckengeblieben. Die Feuerwehr Usseln und der THW-Ortsverband Korbach wurden am Samstag gegen 10.30 Uhr vom Kurhessenbahn-Notfallmanager auf den Plan gerufen.

Da es zunächst kein Vor und Zurück mehr gab und die Reisenden auf Grund der hohen Schneewehen nicht aus dem Triebwagen aussteigen konnten, wurde das THW Korbach zum Räumen einer Strecke für die Reisenden alarmiert. Kurz nach dem Eintreffen der ersten Fahrzeuge hatte sich der Triebwagen aber selbstständig aus der Schneewehe befreien können. (nh/jun)

Quelle: www.112-magazin.de

Quelle: HNA

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