Aufführung der Rennertehäuser Theatergruppe

Spuk in der Amtsstube

Diskussionsbedarf gibt es bei Nachbarin Gutknecht (v.l.), Unternehmensberater Hein (Karl-Heinz Holzapfel), der Angestellten Schwarz (Petra Eckel), Wahrsagerin Esmeralda (Conny Hoffmann), Nachbarin Knopf (Regina Krümmelbein), dem Amtsleiter und Nikolaus (Fred Balouschek).

Allendorf-Rennertehausen - Ein erfolgreiches Wochenende liegt hinter der Theatergruppe aus Rennertehausen. Mit ihrem neuesten Stück überzeugten die Darsteller das Publikum.

Wenn man einen Geist zum Freund hat, ist nichts unmöglich. Dann nützen auch die Machenschaften einer karrieresüchtigen Bürgermeisterin nichts, denn der „Untote“ deckt alles auf. Diese Erkenntnis nahmen die Zuschauer nach der Komödie „Der Geist im Rathaus“ mit nach Hause - gespielt von der Rennertehäuser Theatergruppe im Dorfgemeinschaftshaus.

Am Nachmittag hatten die Laienspieler vor rund 150 Besucher der DRK-Seniorenclubs aus Allendorf, Battenberg, Berghofen, Bromskirchen und Laisa das Geheimnis im Rathaus gelüftet. Und zur Abendvorstellung begrüßte Theaterchef Karl-Heinz Holzapfel eine ähnlich große Zuschauerzahl.

Er und die Darsteller sorgten dafür, dass niemand sein Kommen trotz Schnee und Eis bereute. Das zeigten Reaktionen wie „Ein sehr witziges Stück!“ und „Die Schlägerei der Nachbarinnen war cool dargestellt“. Ein anderer Kommentar lautete: „Das war mal ganz was anderes und die Rollen waren den Leuten wie auf den Leib geschrieben.“ Einem jungen Theatergast fehlte ein Liebespaar im Stück. Dafür war auch kein Platz in der Komödie von Hans Schimmel, die im Amtszimmer eines Rathauses spielte.

Wie schnell sich das angeblich „so geruhsame Beamtenleben“ ändern kann, erleben Theobald Müller und Elfriede Schwarz, als Sieglinde Haselbusch als Bürgermeisterin das Ruder übernimmt. Sie will den Nachbarort eingemeinden, um Oberbürgermeisterin zu werden. Dazu engagiert sie den Unternehmensberater Roland Hein, der allerdings eigene Pläne verfolgt. Die beiden haben aber einen Widersacher: das Gespenst Nikolaus Nachtigal. Mithilfe von Theobald, der ihn als Einziger sehen kann, beschließt der Geist, die Pläne der Bürgermeisterin zunichte zu machen.

Abgelenkt werden Geist und Helfer nur von den streitsüchtigen Nachbarinnen Karla Gutknecht und Rita Knopf. Mittendrin ist die „lebende Zeitung“: Putzfrau Regine Nussbaum. Nachdem Theobald als „Medium“ mit den Geistern Kontakt aufgenommen hat, tritt Wahrsagerin Emma Schwein alias Esmeralda auf den Plan …

In der Amtsstube herrscht das Chaos. Geist Nikolaus hat trotzdem noch einen Tipp für Bürgermeister Claus Junghenn parat: Er könnte sich doch auch einen Geist zulegen, denn „der kann manchmal ganz schön nützlich sein“.(wi)

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