Stadt Battenberg will junge Leute an Entscheidungen beteiligen: Jugendbeirat geht an Start

Battenberg. Ein Jugendbeirat, bestehend aus zehn Personen, wird sich am morgigen Mittwoch, 2. Juli, in Battenberg konstituieren. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Rathaus in Battenberg. Dem Gremium werden Jugendliche aus den Stadtteilen angehören, sie wurden in Sitzungen vor Ort gewählt oder bestimmt.

Der Jugendbeirat ist ein Ergebnis von Beratungen im Arbeitskreis Zukunftssicherung – einem Demografieprojekt, das die Stadt Battenberg vor gut zwei Jahren zusammen mit der Universität Kassel gestartet hatte. Ein Ziel ist es, das Interesse junger Menschen an Kommunalpolitik zu wecken und sie an Entscheidungen zu beteiligen.

Dem Battenberger Jugendbeirat werden angehören: Erik Arbeiter und Tim Inacker-Bovermann (Dodenau), Pascal Wiest und Selina Arnold (Laisa), Julian Lichtenfeld und Niko Schmidt (Frohnhausen) sowie Jan Runzheimer, Sven Birkenbusch, Chiara Röse und Lisanne Ochse (Battenberg). Berghofen hat keine Vertreter gemeldet. „Der Jugendbeirat soll künftig bei allen städtischen Belangen gehört werden, die Jugendliche betreffen“, kündigt Stadtverordnetenvorsteher Heinz-Günther Schneider (SPD) an.

Die Stadt Battenberg hatte 120 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren angeschrieben. 22 junge Männer und Frauen bekundeten daraufhin Interesse. Im Wahlpflichtunterricht „Jugend und Kommunalpolitik“ wurde das Thema an der örtlichen Gesamtschule weiter vertieft.

„Man muss die Jugendlichen führen und begleiten“, ist Heinz-Günther Schneider überzeugt. Wichtig sei, die Interessen der jungen Menschen ernst zu nehmen. „Einen Versuch ist es allemal wert“, betont der Parlamentschef.

Vergleichbare Jugendbeiräte im Landkreis gibt es in den Dörfern Goddelsheim und Neukirchen, die zur Stadt Lichtenfels gehören. „Der Jugendbeirat unterstützt den Ortsbeirat“, berichtet Friedrich Schüttler, Ortsvorsteher in Goddelsheim, von den bisherigen Erfahrungen dort. Ein wichtiges Thema sei zunächst der Jugendraum gewesen. Inzwischen brächten fünf jungen Leute im Alter zwischen 14 und 18 Jahren ihre Interessen und Ansichten aber auch zum Thema Dorferneuerung ein.

Durch Fluktuation und unterschiedliche Interessen bestimmter Altersgruppen wechsle die Besetzung des Jugendbeirates in Goddelsheim etwa alle zwei Jahre, sagt Schüttler. In die „aktive Politik“ sei bisher noch kein Jugendbeiratsmitglied hineingewachsen, bedauert der Ortsvorsteher.

Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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