Was übrig blieb, wird gespendet

Frankenberg hat Fundsachen versteirt

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Kein Interesse: Diesen Frauen-Mantel ist die Stadt Frankenberg bei der Versteigerung in der Rathausschirn nicht losgeworden; (von links) Tanja Kreuzer (Stadtkasse), Reiner Grün (Bürgerbüro) und Angela Rudolph (Bürgerbüro).

Frankenberg. „Drei Euro sind geboten. Höre ich vier? Bietet irgendjemand vier Euro?“ Ein Mann in der ersten Reihe hebt die Hand. „Vier, hier vorne“, sagt Reiner Grün. „Höre ich fünf?“ Die Hände bleiben unten. Der Mann in der ersten Reihe hat das Silberkettchen ersteigert.

Die Kette gehört wie die anderen etwa 90 Teile, die hier in der Rathausschirn unter den Hammer kommen, zu den Fundsachen, die in den vergangenen drei Jahren bei der Stadt Frankenberg abgegeben wurden und deren Besitzer nicht ermittelt werden konnten. Schmuck, Uhren, Brillen, Handys, kleinere Fotoapparate, einige Fahrräder und ein Kinderwagen.

Sogar ein Ehering ist dabei. „Konrad“ und das Datum 11.7.1969 sind eingraviert. „Es hat sich keiner gemeldet, der diesen Ring vermisst. Vielleicht ist das Paar geschieden“, sagt Reiner Grün, als er den Ring dem Publikum präsentiert.

Der Leiter des Bürgerbüros gibt sein Bestes an diesem Tag. Doch die etwa 20 Zuschauer in den drei Bankreihen heben nur selten ihre Hände. „Es lief schleppend heute“, sagt Grün hinterher. Bei der letzten Versteigerung im April 2010 sei etwas mehr los gewesen.

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Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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