Frankenberg

Stadt und Kaufleute arbeiten im Team

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- Frankenberg (rou). Der Kreisel in der Röddenauer Straße, die Umgestaltung des Gartens vor dem Landratsamt, der Rückbau der Bahnhofstraße: Zuletzt wurden diese Einzelprojekte der Stadtentwicklung hitzig diskutiert. Vor den Kaufleuten setzte Bürgermeister Engelhardt diese Puzzlestücke zu einem Gesamtbild zusammen.

Eine Straßenkarte von Frankenberg präsentierte Christian Engelhardt den Kaufleuten am Mittwochabend während der Sitzung des Kaufmännischen Vereins. Einige Straßenzüge waren gelb eingefärbt, andere rot: eine klare Abgrenzung vom Stadtsanierungsgebiet II inklusive der Neustadt und der Altstadt, die in den 70er-Jahren Sanierungsgebiet war. Willkürlich hatte der Bürgermeister die Farben jedoch nicht gewählt, wie er den Kaufleuten erläuterte. Während in der Altstadt, unter anderem bei den Pflastersteinen, die Farbe Rot dominiere, solle in der Neustadt Gelb die prägende Farbe sein. Doch auch im übertragenen Sinn sollen die gelben und roten Areale in Kombination ein noch schöneres Bild von Frankenberg ergeben.

Bis dieses neue Frankenberg in Gänze sichtbar sein wird, kann es aber noch eine Weile dauern. Mit der Umgestaltung des Gartens vor dem Landratsamt sei ein Anfang gemacht, sagte der Bürgermeister. In diesem Jahr soll die Bahnhofstraße West vom Kreuzungsbereich der Röddenauer Straße und der Marburger Straße bis zur Eitzenhöfer-Kreuzung folgen, im nächsten Jahr ist der zweite Bauabschnitt von der Eitzenhöfer-Kreuzung bis zum Eingang in die Fußgängerzone und in zwei Jahren die Umgestaltung des Geländes vor dem Bahnhof geplant (FZ berichtete).

In den Folgejahren wird der städtische Fokus auf die Uferstraße mit der Öffnung der Stadt zur Eder sowie die Modernisierung der Neustädter Straße gesetzt. Sollte auch dieses Projekt abgeschlossen sein, könnte sich die Vision von „Frankenberg 2020“ erfüllt haben: von einer kundenfreundlichen und modernen Einkaufsstadt, in der die Neustadt, also das Areal rund um das frühere Kloster, mit der Altstadt, also rund um das historische Rathaus, „verbunden“ ist; in der Radfahrer nicht an Frankenberg vorbei, sondern mitten durch die Stadt fahren, und Fußgängern ein „roter Faden“ durch die Stadt vom Bahnhof bis zum Stadthaus ausgelegt wird. Denn ohne den Verkehr aus der oberen Bahnhofstraße und der Ritterstraße verbannen zu wollen, soll die Flaniermeile so weit verlängert werden, dass ein Sichtkontakt zum Rathaus hergestellt ist.

Auch dem fließenden Verkehr werde Rechnung getragen, sagte Engelhardt und behauptete, dass nach dem Rückbau der Bahnhofstraße mit dem Wegfall der Linksabbiegerspur in die Uferstraße der Verkehr besser fließen werde als bisher. Der Kreisel in der Röddenauer Straße sei ein gutes Beispiel dafür, dass die städtischen Überlegungen, allen Unkenrufen und kritischen Stimmen im Vorfeld zum Trotz, zu einem guten Ergebnis geführt hätten. In diese generelle Weiterentwicklung der Stadt werde er die Kaufleute und die Anlieger einbinden, versicherte Engelhardt und konkretisierte nach der kurzen Schilderung der Gesamtidee die diversen Einzelprojekte, die zum Teil in den vergangenen Monaten für viel Diskussionsstoff gesorgt haben (FZ berichtete ausführlich). Ein Aspekt ist dabei die Umgestaltung der Bahnhofstraße von Eitzenhöfer bis Lexa. Die Sorgen seien völlig unbegründet, dass dieser Abschnitt ebenfalls zur Fußgängerzone umgebaut werden solle. Die Straße solle zwar optisch wie eine Fußgängerzone gestaltet werden, gleichwohl bleibe sie für den Verkehr frei und es werde dort auch weiter Parkflächen geben.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 11. März

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