Bürgermeister Brede will gegen illegale Entsorgung in der Gemarkung von Frankenau vorgehen

Stadt sauer über Müll in der Natur

Verärgert über den Müll in Feld und Flur: Frankenaus Bürgermeister Björn Brede (rechts), hier mit Meinhard Heck vom Bauhof, will gegen illegale Ablagerungen einschreiten. Foto: Battefeld

Frankenau. Verärgert über zunehmende illegale Müllentsorgung in der gesamten Gemarkung Frankenau zeigt sich Bürgermeister Björn Brede. „Die Probleme häufen sich in der letzten Zeit“, beklagt der Verwaltungschef und hat wenig Verständnis für Ablagerungen aller Art, die nicht nur die Landschaft verschandeln sondern zum Teil auch umweltgefährdend sind.

Auf besonderen Unmut bei Bürgermeister Brede und Meinhard Heck vom Bauhof stößt der jüngste Vorfall, bei dem ein Unbekannter auf dem Weinberg Zaunelemente, Gartengeländer, Blumenspaliere und sonstigen Unrat abgeladen hat. Sogar asbesthaltige Eternit-Platten hat Meinhard Heck bei näherem Hinsehen in dem Müllberg entdeckt, der auf dem Gelände des Osterfeuers abgeladen wurde.

Verursacher soll aufräumen

„Es ist nicht mein Ziel, gleich das große Messer zu ziehen. Wir werden keine Strafanzeige gegen Unbekannt stellen“, betont Brede. Vielmehr solle dem Verursacher die Möglichkeit gegeben werden, sein Fehlverhalten zu überdenken und den Unrat wieder wegzuräumen. „Wenn sich jedoch bis Mittwoch nichts getan hat, werden wir den Müll auf eigene Kosten entsorgen und versuchen, den Verursacher durch Hinweise aus der Bevölkerung zu ermitteln. Der wird dann natürlich in Regress genommen“, kündigt der Bürgermeister mit Nachdruck an. Sachdienliche Hinweise könnten im Rathaus gegeben werden, ergänzt Björn Brede.

Neben den Ablagerungen am Weinberg würden auch immer wieder Müllsäcke am Ortsausgang Richtung Löhlbach auf dem Parkplatz gefunden, teilte Meinhard Heck mit. Die illegale Entsorgung von Müll betreffe die ganze Gemarkung und sei ziemlich verstreut – „mal hier mal da“, berichtet er. „Wir sind hier direkt am Nationalpark und damit Tourismus-Anbieter“, ergänzt Bürgermeister Brede. „Einige Leute leben davon. Wenn wir unsere Landschaft nicht achten und schätzen, wirkt sich das sehr negativ aus.“ Außerdem müsse man auch an nachfolgende Generationen denken.

Kurzer Weg zur Deponie

„Geismar liegt vor der Haustür - dort kann alles fachgerecht entsorgt werden“, betont der Bürgermeister. Gerade in den Sommermonaten seien die Öffnungszeiten der Deponie dort verlängert worden. „Vieles wird dort kostenlos angenommen“, erklärt Brede. Bauschutt könne auch in einen städtischen Container hinter dem Rathaus entsorgt werden. Der Kubikmeter koste zehn Euro. (bs)

Quelle: HNA

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