Bürgermeister rechnet mit einer 85-prozentigen Förderung

Stadt will Klimaschutzmanager einstellen

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Die Stadt Frankenberg will eine neue Stelle schaffen: ein Klimaschutzmanager soll sich um Energieeffizienz kümmern. Foto: pr

Frankenberg - Neue Stelle im Frankenberger Stadthaus: Ein Manager soll sich bei der Stadtverwaltung künftig um alle Belange des Klimaschutzes kümmern.

Mit dem in den vergangenen Monaten erarbeiteten Integrierten Klimaschutzkonzept befassen sich aktuell die Stadträte und die Stadtverordneten. Bürgermeister Rüdiger Heß und Erster Stadtrat Willi Naumann sind jedoch überzeugt, dass sie grünes Licht für die neue Stelle erhalten.

„Ebenso wie das Klimaschutzkonzept selbst wird auch die Stelle des Klimaschutzmanagements vom Bundesumweltministerium mit 85-prozentigem Zuschuss gefördert, sodass für die Stadt lediglich 15 Prozent der Personalkosten zu tragen sind“, sagt Heß. Die Stelle soll auf drei Jahre befristet, das Geld im Haushaltsplan 2014 bereitgestellt werden. „Die künftige Klimaschutzmanagerin oder der künftige Klimaschutzmanager soll als zentrale Anlaufstelle in der Verwaltung für alle Belange rund um Klimaschutz und Energieeffizienz zur Verfügung stehen“, sagt Naumann.

Zentrale Anlaufstelle

Künftig sollen sich Bürger an zentraler Stelle über alle relevanten Energieberatungsangebote in der Stadt informieren können. Je nach ihren individuellen Anforderungen oder Bedürfnissen würden sie dann vermittelt. Ergänzend würden die Bürger Informationen für die Beantragung von Fördermitteln erhalten. „Weiterhin können vom Klimaschutzmanagement Schulungen angeboten und Veranstaltungen rund um die Themen Klimaschutz und Energie durchgeführt werden“, sagt Naumann. Auch eine Bündelung und Darstellung von vorbildlichen „Best-Practise“-Beispielen wäre denkbar. Diese sollen die praktische Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen zeigen und durch Austausch weitere Maßnahmen anregen.

Ehrgeizige Ziele formuliert

„Indem den Bürgern ein fester Ansprechpartner zur Verfügung steht, der alle Aktivitäten und Akteure vernetzt, wird ein langfristiger Beitrag zur Verstetigung des Klimaschutzprozesses geleistet“, ist der Bürgermeister sicher. Das künftige Klimaschutzmanagement werde sich darüberhinaus um alle im Klimaschutzkonzept der Stadt genannten Maßnahmen kümmern. Ehrgeiziges Ziel sei die Reduktion des gesamten Energieverbrauchs um 15 Prozent und die Reduktion der CO2-Emissionen um 25Prozent bis ins Jahr 2030. „Bis 2050 soll der Energieverbrauch sogar um 30 Prozent und die CO2-Emission um 40 Prozent gesenkt werden“, sagt Naumann. Dies solle in erster Linie durch Energieeffizienzmaßnahmen erreicht werden. Dazu sei es Ziel der Stadt, durch das Klimamanagement Akteure und Bürger zu unterstützen, Energie einzusparen und effizient einzusetzen.

Heß und Naumann weisen auf das breite Aufgabenspektrum des Klimaschutzmanagements hin. Als Ansprechpartner für sämtliche Energiefragen solle sich der Klimaschutzmanager um die energetische Sanierung der kommunalen Liegenschaften ebenso kümmern wie auch die interkommunale Zusammenarbeit vor dem Hintergrund gemeinsamen energieeffizienten Handelns der Kommunen verstärken. Weitere Aufgabenbereiche sehen die beiden Politiker beispielsweise in der Überprüfung von Nahwärmepotenzialen durch energetische Quartierskonzepte, die Einführung einer effizienten Straßenbeleuchtung, die Einrichtung einer Energieberatungssprechstunde, die Durchführung von Kinderklimatagen und Energiesparaktionen in Schulen, die Initiierung von Stromsparwettbewerben sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildung für Handwerker. (r)

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