Frankenberg

Stadtplaner: Zerstörung statt Sanierung

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- Frankenberg (jos). Die von Bürgermeister Christian Engelhardt präsentierten Pläne seien keine „Stadtsanierung“, sondern bedeuteten vielmehr eine „Stadtzerstörung“, sagt Ernst Helfenbein.

Wie vorigen Samstag berichtet, wird ab diesem Sommer im Zuge der Stadtsanierung die Bahnhofstraße im Abschnitt vom Bahnhof bis zum Haus Eitzenhöfer umgebaut. Insgesamt rund zwei Millionen Euro sind dafür veranschlagt, der Großteil wird durch Fördergelder von Bund und Land finanziert. Aus Sicht von Standortplaner Ernst Helfenbein ist das Geld verschwendet. Er plädiert dafür, lieber alles so zu lassen, wie es ist. „Dann bleibt alles besser“, betont der 70-Jährige. Bedenken hat der Standortplaner vor allen Dingen wegen des geplanten Rückbaus der Straße, wodurch mehr Platz für Fußgänger entstehen soll. „Wer glaubt, dass durch den Rückbau der Straße der Verkehr besser fließt, der zieht sich auch seine Hosen mit der Kneifzange an“, formuliert Helfenbein zynisch.

Auch die Umgestaltung der Kreuzung am Bahnhof bringe nur neue Probleme. Dass dem Verkehr damit geholfen sei, halte er für eine Fehleinschätzung und beruft sich auf seine langjährige Erfahrung als Verkehrsplaner. „Wir haben damals mit dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen eine breite Bahnhofstraße gebaut“, erinnert sich Helfenbein. Schon damals habe man im Blick gehabt, dass aus der einstigen Bundesstraße mal eine Stadtstraße werden soll. „Die Straße sollte breit sein, weil Frankenberg wachsen sollte“, betont Helfenbein.

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