39. Weihnachtsbasar der Lebenshilfe am Sonntag von 11 bis 18 Uhr in der Ederberglandhalle

Stadtsilhouette für einen guten Zweck

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Frankenberg ins richtige Licht gesetzt: Diesen Bogen verkauft Astrid Klein beim Weihnachtsbasar des Elternvereins der Lebenshilfe am Sonntag von 11 bis 18 Uhr in der Ederberglandhalle. Mit einer Dekupiersäge hat sie die Silhouette gefertigt. Fotos: Raatz

Frankenberg - Der Weihnachtsbasar der Lebenshilfe ist für viele Menschen aus dem Frankenberger Land ein Pflichttermin in der Vorweihnachtszeit: Ein Grund ist das Auto, das es bei der Tombola zu gewinnen gibt. Begehrt sind auch die kunsthandwerklichen Artikel, die es zu kaufen gibt. Astrid Klein bietet am Sonntag einen Lichterbogen mit der Silhouette von Frankenberg an.

Nicht nur der Kleinwagen, den es als Hauptpreis bei der Tombola zu gewinnen gibt, dürfte am Sonntag die Blicke der Besucher des Weihnachtsbasars der Lebenshilfe auf sich ziehen. Auch eine Laubsägearbeit von Astrid Klein zählt zu den Höhepunkten des Basars, der zum 39. Mal vom Elternverein der Frankenberger Lebenshilfe organisiert wird. Vor 16 Jahren hat die Frau des Lebenshilfe-Vorsitzenden Helmut Klein das Hobby für sich entdeckt. Zahlreiche Arbeiten hat sie beim Basar für den guten Zweck verkauft. Die Stadtsilhouette von Frankenberg ist allerdings das aufwendigste Unikat, das sie bislang gefertigt hat.

Mit einem Spaziergang im Feld zwischen Frankenberg und Bottendorf begann die Geschichte des Kunstwerks. Denn von dort aus fotografierte sie die Altstadt - mit Liebfrauenkirche in der Bildmitte, der Hospitalkirche links auf dem Foto und den Giebeln der Häuser der Altstadt. „Dieses Bild habe ich mit unterschiedlichem Kontrast ausgedruckt“, erläutert Astrid Klein. Etliche Arbeitsschritte später war die Vorlage für den Lichterbogen fertig, die sie mit kleinen Nägelchen an zwei aufeinander -liegenden dünnen Sperrholzplatten befestigte. Dann waren Geduld und vor allem eine ruhige Hand gefragt. 170-mal setzte sie den Bohrer mit winzigem Durchmesser an, „nur so groß, dass das Blatt der elektrischen Dekupiersäge reinpasste“. 170 Schnitte und viele Stunden später war die Stadtsilhouette Frankenbergs fertig und eine LED-Kette zur Beleuchtung des Lichterbogens angebracht. Und wenn sie die anknipst, entfaltet das detailreiche Unikat seine ganze Schönheit.

Gespannt ist sie auf die Gebote für das Kunstwerk. „Unter Preis werde ich den Bogen jedenfalls nicht verkaufen“, sagt Astrid Klein und verweist auf den guten Zweck. Der Erlös des Basars wird für die Behindertenhilfe in der Region eingesetzt. Der Elternverein will das Freizeitprojekt „Hallo, Frau Nachbarin“ gegenüber des Wohnheims für behinderte Menschen im Hohlen Weg unterstützen.

Hauptpreis der Tombola ist ein Kleinwagen VW Up, zu gewinnen gibt es außerdem ein Wellness-Wochenende im Westerwald für zwei Personen, eine Woche Aufenthalt in einer Ferienwohnung auf Sylt, eine dreitägige Berlin-Reise sowie weitere attraktive Preise. Lose sind zum Preis von zwei Euro erhältlich. Für 17 Uhr ist die Ziehung der Gewinner geplant.

Ab 11 Uhr sind weihnachtliche Dekoration, Handwerkliches und kulinarische Leckereien zu erwerben. Vor allem Waren aus der Hobbywerkstatt - etwa Bastelarbeiten aus Holz, Papier und anderen Materialien, Stricksachen, Selbstgeschneidertes, Keramik, Kunsthandwerk - sind im Angebot. Auf einem (Bücher-)Flohmarkt gibt es ein vielseitiges Angebot, und in der Cafeteria bewirten die Landfrauen aus der Bunstruth, Dainrode, Dodenhausen und Ernsthausen die Besucher. Auch im Außenbereich gibt es ein kulinarisches Angebot.

Als Rahmenprogramm hat der Elternverein Musikgruppen aus dem Frankenberger Land um ihre Unterstützung gebeten: Aus Ernsthausen kommt die Trommelgruppe unter der Leitung von Angelika Müller-Engel, gefolgt vom Posaunenchor Frankenberg. Die Musikschule Frankenberg ist mit mehreren Gruppen präsent: der Gruppe der musikalischen Früherziehung aus Gemünden unter der Leitung von Eva Sasse, der Gitarrengruppe von Ursula Eise, der Saxofon-Gruppe unter der Leitung von Andre Resem, der Gruppe mit Flöte, Violine und Celle aus der Klasse Scholze/Oracko/Linse und das Jazzensemble von Jochen Inthertal. In der Mittagszeit wird der Bottendorfer Jugendposaunenchor mit Leiter Thomas Mandel aufspielen, und am Nachmittag tritt der Frauenchor „Intermezzo“ aus Willersdorf unter Leitung von Marion Scholl-Ritter auf. Am späten Nachmittag wird die Liedertafel Frankenberg-Schreufa mit seinem Leiter Gerhardt Cloodt für musikalische Unterhaltung sorgen. (rou)

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