Geschichte Battenbergs in Text- und Kartenform

Städteatlas soll 2015 erscheinen

Auf dem Bildschirm sind erste digitalisierte Karten aus dem Staatsarchiv zu sehen. Hier informiert Professor Ursula Braasch-Schwersmann über die in Marburg vorliegenden Unterlagen.

Battenberg - Die Vorbereitung für den "Städteatlas Battenberg" hat begonnen. Matthias Seim, Vorsitzender des Geschichtsvereins Battenberg und Mitarbeiter am Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg, hat die Arbeiten aufgenommen.

Das Gesamtprojekt „Hessischer Städteatlas“ war im September 2011 auf Initiative von Seims Amtsvorgänger Jürgen Hübner von der Leiterin des Landesamtes, Prof. Dr. Ursula Braasch-Schwersmann, im Alten Rathaus vorgestellt worden. Dabei hatte sie die grundsätzliche Machbarkeit für Battenberg erklärt, da die kartografische Überlieferung im Marburger Staatsarchiv gegeben sei. Allerdings hatte sie auch klargestellt, dass das Teilprojekt „Städteatlas Battenberg“ nicht ohne Zuschüsse auskommen werde.

Daraufhin hatte der Geschichtsverein Spenden von Battenberger Firmen gesammelt und eigene Mittel zur Verfügung gestellt. Dank der Unterstützung durch die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg gab es eine Zuwendung von der Staatskanzlei, die das Bürgerprojekt „Zukunftssicherung Battenberg“ begleitet.

Die Stadt hat mit Hilfe der Sparkassenstiftung ebenfalls einen Beitrag geleistet. „Ich bin unendlich stolz, dass die Finanzierung gelungen ist“, sagt Matthias Seim. Die Spendenbereitschaft der Battenberger Firmen und der persönliche Einsatz des bisherigen Bürgermeisters Heinfried Horsel sowie von Regionalmanager Siegfried Franke seien von Anfang an positive Zeichen gewesen. „Im Namen des kulturellen Gedächtnisses der Stadt gebührt ihnen größter Dank“, sagt Seim.

Den Hessischen Städteatlas gibt es bereits für Frankenberg, Wetter und Sachsenberg. Er stellt die jeweilige geschichtliche Entwicklung auf farbigen Karten und in einem Textheft allgemeinverständlich dar. „Damit ist er auch für Battenberg ein Imageträger sowie touristischer Botschafter“, meint der Geschichtsvereins-Vorsitzende.

Matthias Seim beginnt mit dem Überblick über die Stadtgeschichte - dem Hauptteil des Texthefts. „Es ist schon eine Herausforderung“, erklärt Seim, der die wichtigste Literatur in der Bibliothek des Geschichtsvereins findet Der Städteatlas soll Anfang 2015 präsentiert werden und wird voraussichtlich 30 Euro kosten. (ph)

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