Forum zur Entwicklung von Battenberg und seinen Stadtteilen

Stärken und Schwächen auf Prüfstand

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Beim IKEK-Forum stellten Bürger aus Battenberg und den Ortsteilen die Ergebnisse der Rundgänge vor. In den nächsten Monaten soll ein gemeinsames Konzept erstellt werden. Für Projekte steht Fördergeld vom Land bereit.Fotos: Mark Adel

Battenberg - Ortskerne drohen zu veröden, Gemeinschaftseinrichtungen verlieren an Bedeutung, junge Leute ziehen weg: Mit dem Dorfentwicklungsprogramm können Bürger in Battenberg und den Stadtteilen die Zukunft ihrer Heimat mitbestimmen.

Was früher die Dorferneuerung war, nennt sich inzwischen „IKEK“, kurz „Integriertes kommunales Entwicklungskonzept“. Ein Unterschied: Dieses hessische Förderprogramm bezieht sich nicht mehr nur auf einen Ort, sondern auf das gesamte Stadtgebiet. Die Stadt Battenberg ist seit vergangenem Jahr im Förderprogramm (FZ berichtete).

Beim ersten IKEK-Forum am Mittwochabend in der Burgberghalle haben Bürger aus Battenberg und allen Ortsteilen die Ergebnisse von Ortsrundgängen und Diskussionen vorgestellt und Stärken und Schwächen ihrer Heimat betrachtet.

Für mögliche Projekte habe das Stadtparlament in diesem Jahr 100?000 Euro bereitgestellt, berichtete Bürgermeister Heinfried Horsel. Welche das sind, soll im Sommer feststehen, wenn das Entwicklungskonzept erstellt ist. „Wir haben innerhalb von neun Jahren die große Chance, die Zukunftsentwicklung unserer Stadt positiv zu gestalten“, sagte Horsel.

Die Teilnehmer der Rundgänge hätten sich „konstruktiv und ehrlich mit ihrem Ort auseinandergesetzt“. Die Bürger sollten über die Zukunft ihrer Stadt und ihres Dorfs direkt mitbestimmen. Vieles betrifft nicht nur einen Ort, sondern das gesamte Stadtgebiet: Etwa der drohende Leerstand oder die zurückgehende Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen.

Überraschenderweise hätten Handwerk und Gewerbe in den Diskussionen nur eine untergeordnete Rolle gespielt, berichtete Heike Brandt vom Kasseler Planungsbüro AKP. Dies könne sich aber noch ändern. Battenberg in zehn Jahren In vier „Handlungsfeldern“ wollen die Battenberger sich der Entwicklung ihrer Heimat widmen und haben „Wunschbilder“ formuliert, wie Stadt und Dörfer in zehn Jahren aussehen sollen. Diese Ideen werden bei weiteren Foren noch weiterentwickelt und ergänzt.

Das zweite Forum findet am Mittwoch, 26. März, wieder in der Battenberger Burgberghalle statt.

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