Rengershausen

Standards werden seit 25 Jahren erfüllt

- Frankenberg-Rengershausen (ied). In den vergangenen 25 Jahren wurden rund 10,5 Millionen Kubikmeter Abwasser in der Rengershäuser Kläranlage gereinigt. Nun stehen einige Erneuerungen an.

Seit genau 25 Jahren arbeitet die Kläranlage im Nuhnetal in Rengerhausen. Aus diesem Anlass gab es am Dienstag eine kleine Feierstunde mit einem Rundgang durch die Anlage. Anwesend war auch Bromskirchens früherer Bürgermeister Rudolf Müller, in dessen Amtszeit die Anlage in den Jahren 1982 bis 1985 vom Abwasserverband Nuhnetal gebaut worden war. Die Kosten beliefen sich seinerzeit auf umgerechnet 3,1 Millionen Euro für die Kläranlage und die Sammler. Weitere Investitionen in den Folgejahren erfolgten für den Bau einer Druckleitung und Abwasserpumpstation in Neuludwigsdorf, den Bau eines zweiten Klärschlammsilos, die Erweiterung der Regenrückhaltebauwerke und den Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens auf der Kläranlage.

Vom Gesamtinvestitionsvolumen in den vergangenen 25 Jahren in Höhe von 5,2 Millionen Euro betrug der Anteil der Gemeinde Bromskirchen 78 Prozent. Die Stadt Frankenberg finanzierte für ihren Stadtteil Rengershausen 12 Prozent und die Stadt Hallenberg für Braunshausen 10 Prozent. Nach der Auflösung des Abwasserverbandes zum Ende des Jahres 2005 hat die Gemeinde Bromskirchen dessen Aufgaben übernommen und mit den Städten Hallenberg und Frankenberg Abwasserübernahmeverträge abgeschlossen. In den zurückliegenden Jahren sei viel für die Verringerung von unverschmutztem Regen- und Grundwasser getan worden, sagte Bürgermeister Karl-Friedrich Frese. Die Reinigungsleistung der Kläranlage erfüllt derzeit die gesetzlichen Standards, die in den 25 Jahren immer wieder hoch gesetzt worden sind. In einem kreisweiten Ranking ist die Anlage zuletzt auf den dritten Platz eingestuft worden. Frese lobte die zuverlässige und gute Betreuung von Klärwärter Werner Pape, der die Rengershäuser Kläranlage von Anfang an betreut hat. Doch nach 25 Jahren stehe nun eine generelle Ertüchtigung und Modernisierung der Kläranlage an. Frese nannte als notwendige Maßnahmen: - Verbesserung und Modernisierung der Belüftung im Klärbecken, künftig ohne die schnelllaufende Brücke - Aufhebung der Trennung des Klärbeckens in einen aeroben und einen anaeroben Teil - Erneuerung von Pumpen und Aggregaten - Erneuerung der Grobrechanlage sowie des Schlammräumers im Becken und zusätzlicher Einbau eines zweiten Rechens im Bereich des Rücklaufschlamms - Verbesserung der Energieeffizienz- Verbesserung der Arbeitssicherheit.

Daten und Pläne sollen den Gremien der Gemeinde Bromskirchen demnächst vorgelegt werden. Einzelne Arbeiten müssten schon 2011 und 2012 verwirklicht werden, um das Risiko eines betriebsbedingten Ausfalls der Kläranlage zu vermeiden. Frese bilanzierte, dass die Kläranlage einen wichtigen Beitrag zur Abwasserreinhaltung und zum Umweltschutz im Zuflussbereich des Edersees und an der Nuhne geleistet habe. Seit der Inbetriebnahme 1985 seien 10,5 Millionen Kubikmeter häusliches und gewerbliches Abwasser gereinigt worden.

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