Aus zwei Wehren wird eine

Start für Einsatzabteilung "Rote Kaul"

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Aus zwei mach eins: Die Einsatzabteilungen der Wehren aus Ellershausen und Louisendorf freuen sich auf ihre zukünftige Zusammenarbeit; im Hintergrund das alte Einsatzfahrzeug aus Ellershausen (rechts) und das neue gemeinsame Fahrzeug der Louisendorfer Wehr.

Frankenau - Ein Foto, Würstchen vom Grill und kühle Getränke: In gemütlicher Runde beging die neu gegründete gemeinsame Einsatzabteilung "Rote Kaul" den Neustart für die Feuerwehrkameraden aus Ellershausen und Louisendorf.

Der Startschuss ist gefallen: Die Einsatzabteilungen der beiden Feuerwehren der Ortsteile Ellershausen und Louisendorf trafen sich am Samstag am Feuerwehrgerätehaus in Ellershausen zu einem gemeinsamen Fototermin, um den Beginn der neu gegründeten Einsatzabteilung „Rote Kaul“ einzuleiten. „Wir haben einen gemeinsamen Namen gesucht“, sagt Tristan Polter, Wehrführer der Louisendorfer Wehr. „Rote Kaul“ ist der Name der Gemarkung zwischen den beiden Ortschaften.

Bereits im September hatte das Frankenauer Parlament die Zusammenlegung der Einsatzabteilungen aus Louisendorf und Ellershausen beschlossen. Die beiden Trägervereine sind von der Zusammenlegung jedoch nicht betroffen.

Ein Grund für die Zusammenlegung seien die Kosten in Höhe von rund 15 000 Euro gewesen, die für die Sanierung des Louisendorfer Feuerwehrgerätehauses nötig gewesen wären. Das in den Sechziger Jahren erbaute Gebäude wurde bereits durch den technischen Prüfdienst bemängelt. Es sei für den Dienst nicht mehr tauglich, berichtet Polter.

Das Gebäude wird nun von der Vereinsgemeinschaft Louisendorf übernommen. Ebenso seien die schrumpfenden Einsatzabteilungen in beiden Orten sowie der fehlende Nachwuchs Gründe für die Fusion, sagt Polter. „Es ist ein Schritt in die Zukunft.“

Im Zuge des Startschusses verabschiedete sich die Ellershäuser Wehr auch von ihrem Einsatzfahrzeug, das 24 Jahre im Einsatz war. Es werde nun verkauft, sagte der Stadtbrandinspektor und Ellershäuser Wehrführer Oliver Nolte. Das Fahrzeug aus Louisendorf wird zum neuen Einsatzfahrzeug für beide Wehren. Auf lange Sicht seien dies ebenfalls Kosten, welche die Stadt Frankenau einspare, sagt Polter. Dennoch müsse auch das Ellershäuser Gerätehaus saniert werden, sagt Nolte. Diese sei in der vergangenen Woche vom Frankenauer Parlament bewilligt worden (wir berichteten).

Von der Zusammenlegung versprechen sich beide Wehren auch einen stärkeren Zusammenhalt, auch unter den beiden Ortschaften. Die Kameradschaft solle gestärkt werden, sagt Polter. Er hofft auch auf neue und verbesserte Übungspläne. „Zusammen wollen wir wieder eine starke Einsatzabteilung bilden“, sagt der Louisendorfer Wehrführer.

Diese Einsatzabteilung wird zukünftig im Ellershäuser Feuerwehrgerätehaus stationiert sein. Offiziell beginnt die Zusammenarbeit der beiden Wehren zum 1. Januar 2014. „Dann muss auch neu gewählt werden“, sagt Polter. Wehrführer, Gerätewart und weitere Posten werden dann neu besetzt.

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