Die Bachläufe von Nuhne und Lengel sollen renaturiert werden – Geld vom Land

Der Startschuss kann fallen

Renaturierung: Solche und ähnliche Uferbefestigungen sollen zur naturnahen Entwicklung der Nuhne und der Lengel beseitigt werden. Foto:  zpz

Schreufa. Der Startschuss für die Renaturierung der Nuhne und auch für Teilbereiche der Lengel kann fallen: Am Dienstag überreichte Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) die Bewilligungsbescheide an Frankenbergs Bürgermeister Christian Engelhardt und Frankenaus Bürgermeister Björn Brede.

Mit dabei waren auch die Vertreter der Unteren Wasser- und Naturschutzbehörde und für Lichtenfels Bürgermeister Uwe Steuber. Die Kommune Lichtenfels ist Anliegergemeinde der Nuhne. An der Übergabe der Bewilligungsbescheide nahm auch Heinrich Binzer vom Fischereiverband teil. Bürgermeister Karl-Friedrich Frese aus Bromskirchen war verhindert.

Das Gesamtkonzept zur naturnahen Entwicklung der Nuhne sieht drei Stufen vor. Im ersten Schritt, für den jetzt der Bewilligungsbescheid überreicht wurde, sollen Maßnahmen an Nuhne und Lengel umgesetzt werden. Dies sind vor allem Beseitigungen von kleinen Staustufen, von betonierten Furten, die durch Steinschüttungen ersetzt werden sollen, und die Entfernung massiver Uferbefestigungen. Dabei liegen die Schwerpunkte der Entwicklungsplanung, so der Staatssekretär, auf der Wiederherstellung der Durchgängigkeit des Fließgewässers. Außerdem soll, dort wo erforderlich, auch der sich ausbreitende Bärenklau beseitigt werden.

Diese ersten Maßnahmen erfordern für die Stadt Frankenberg einen Kostenaufwand von rund 191 000 Euro und für die Stadt Frankenau von rund 80 000 Euro. Beide Aufwendungen werden mit jeweils 85 Prozent durch das Land Hessen bezuschusst: Für die Renatuierung der Nuhne stellt das Land 163 000 Euro zur Verfügung, für den Lengelbach mit seinen Nebenbächen 68 000 Euro.

Notwendig wurden die Maßnahmen auf Grund einer EU-Vorgabe für die ausgewiesenen FFH-Gebiete. Im nächsten Schritt sind dann Maßnahmen vorgesehen, die zwar keinen Flächenbedarf benötigen, aber einer wasserrechtlichen Genehmigung bedürfen.

Für die Fortsetzung des Projektes naturnahe Entwicklung der Nuhne ist im dritten Abschnitt für den erforderlichen Flächenbedarf für Gewässerrandstreifen und auentypische Biotopkomplexe ein Flurneuordnungsverfahren erforderlich. Dieses langwierige Verfahren soll im Herbst dieses Jahres durch die Stadt Frankenberg in Angriff genommen werden, erklärte Bürgermeister Christian Engelhardt.

Verbunden damit sei dann auch die Schaffung der Voraussetzungen zum Bau des geplanten Radweges von Rengershausen nach Schreufa.

Den Bewilligungsbescheid des Landes Hessen über 162 000 Euro überreichte Staatssekretär Mark Weinmeister an Bürgermeister Christian Engelhardt, den Beschied über 68 000 Euro an Frankenaus Bürgermeister Björn Brede.

Von Jürgen Siegesmund

Quelle: HNA

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