Frankenberg

Startschuss für Nuhne-Renaturierung

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- Frankenberg-Schreufa (jos). Rund eine Million Euro kostet das Gesamtprojekt. Für den ersten Abschnitt, dessen Bauherren die Städte Frankenberg und Lichtenfels sowie die Gemeinde Bromskirchen sind, fiel gestern der Startschuss. Naturschützer sind begeistert, Landwirte sehen das Projekt kritisch.

Bei dem am Mittwoch begonnenen ersten Bauabschnitt zur Renaturierung der Nuhne handelt es sich laut Karsten Dittmar, Leiter des Frankenberg Stadtbauamtes, um „genehmigungsfreie Unterhaltungsmaßnahmen“, für die Kosten in Höhe von knapp 200 000 Euro veranschlagt sind. An insgesamt drei Stellen wird seit dieser Woche und voraussichtlich bis Ende des Monats gearbeitet: Zwischen der Mündung der Nuhne in die Eder und der Ortslage von Schreufa, nordwestlich von Schreufa und östlich von Rengershausen. Fünf kleinere Sohlenabstürze sollen dort umgebaut werden, außerdem sollen Uferverbau und Bauschutt im Böschungsbereich entnommen und die Uferstruktur in vier Teilabschnitten aufgelockert werden.Ziel der genannten Arbeiten ist es, die Nuhne für Fische und andere Kleinlebewesen durchgängiger zu machen. Dies soll durch die Herstellung so genannter rauer Gleiten möglich werden.

Zum symbolischen ersten Spatenstich für das Großprojekt Nuhne-Renaturierung trafen sich gestern Behördenvertreter sowie Mitarbeiter der mit dem Bau beauftragten Firmen und des Planungsbüros aus Kassel an der Nuhnefurt in der Nähe des Schreufaer Tierheims. Die Furt soll übrigens auch nach der Renaturierung in ihrer jetzigen Form erhalten bleiben, erklärte Frankenbergs Stadtbauamtsleiter Karsten Dittmar auf WLZ-FZ-Nachfrage.

Frankenbergs Bürgermeister Christian Engelhardt ging bei dem Ortstermin noch einmal darauf ein, dass die beteiligten Kommunen mit der Nuhne-Renaturierung die Wasserrahmenrichtlinien der Europäischen Union erfüllen wollen. Derzeit könnten die Kommunen derartige Maßnahmen noch auf freiwilliger Basis umsetzen, doch aus Engelhardts Sicht ist damit zu rechnen, dass es schon in den nächsten Jahren verbindliche Vorgaben des Landes Hessen geben wird. Die Städte Frankenberg und Lichtenfels sowie die Gemeinde Bromskirchen hätten die Nuhne-Renaturierung frühzeitig in Angriff genommen, weil derzeit noch üppige Fördermittel fließen. „Die Maßnahmen werden zu 100 Prozent bezuschusst“, betonte der Frankenberger Bürgermeister.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 13. Oktober

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