675 Jahre Hatzfeld

Sternwanderung nach Reddighausen

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Die Sternwanderer aus Hatzfeld am Start auf der Ederbrücke. Ihr Ziel war die Reddighäuser Festhalle.

Hatzfeld - Rund 90 Interessenten aus den Hatzfelder Stadtteilen machten sich zum Jubiläum „675 Jahre Stadtrechte“ auf zur zweiten Sternwanderung. Ziel war diesmal die Reddighäuser Festhalle.

Bei warmen Sommertemperaturen ging es am Samstag über den Kreuzweg zur Raststation am „Mitgliederwald“. Ralf Schmidt von der Frankenberger Band und Frank Röbert von Hessen-Forst die Wanderer informierten über die Anpflanzung von 10 000 Eichen vor ein paar Jahren. Damals hatte die Bank ihr 10 000. Genossenschaftsmitglied aufgenommen und die Neuanpflanzung finanziert. Mittlerweile sind die Eichen schon einen Meter groß und wachsen besonders gut.

Drei Stunden unterwegs

Nach einer Stärkung an der Verpflegungsstation wanderte die Gruppe bei sonnigem und warmen Wetter weiter durch die herrliche Natur nach Reddighausen. Wanderführer der Hatzfelder war Kai Spies.

Schneller als gedacht trafen die Teilnehmer nach drei Stunden an der Festhalle ein. Müde Wanderer konnten auch den Eicher Schlepper mit Transportwagen benutzen, um nach Reddighausen zu kommen. „Toll das so viele Wanderer aus Hatzfeld und den Stadtteilen teilgenommen haben“, sagte Verena Schneider vom Festkomitee.

Die sieben Reddighäuser Vereine der Festgemeinschaft boten ein buntes Familienprogramm rund um die Halle. Viele Familien kamen mit ihren Kindern und verlebten einen herrlichen Nachmittag mit leckeren Grillspezialitäten, kühlen Getränken, Kaffee und Kuchen. Die Wanderer konnten gemütlich an Tischen sitzen oder an einem vielfältigen Programm teilnehmen.

Viel Spaß beim Mitmachen hatten sie beim Torwandschießen des Sportvereins, am Schießstand der Schützen beim Schuss auf die Scheiben mit dem Luftgewehr oder beim Rasen-Ski-Parcours des Verkehrs- und Verschönerungsvereins.

Viele Kinder übten das Zielspritzen der Feuerwehr, mit viel Wasser hielten sie das Strahlrohr auf Schilder und eine Häuserattrappe. Die Kameradschaft organisierte einen Luftballonwettbewerb, der vor allem für die Kinder interessant war.

Der Reddighäuser Chor in seinen Poloshirts bot den Wanderern die Gelegenheit, einige Lieder mitzusingen. In der Halle gab es Tischtennisspiele und einen Nagelwettkampf an einem dicken Baumstamm. Attraktion des Nachmittages war die künstlerische Sägearbeit von Nils Pasler. Er sägte eine Luchsfigur aus einem etwa 300 Jahre alten und anderthalb Tonnen schweren Eichenstamm.

Er zeigte sein Können bei vielen kleinen und großen Schnitten am Stamm, sodass am Tagesende die Figur schon gut zu erkennen war - der Luchs ist ja das Symbol der Reddighäuser. Die Feinarbeiten am Objekt dürften aber noch einige Tage dauern. Dann soll der Luchs die Besucher Reddighausens am Dorfeingang begrüßen.

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Jubiläum soll das Altstadtfest am 5. September mit einem „Stehendem Festzug“ in Hatzfeld werden. Beginn um 11 Uhr. Eine Aktionsbühne wird am Schulbrunnen aufgestellt, und Festspektakel am Rathausplatz. Alle Gäste sind herzlich eingeladen, die Verleihung der Stadtrechte vor 675 Jahren mit den Hatzfeldern zu feiern. (rh)

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