Ehrung für Karl Naumann

Stets ein Bindeglied in der Gemeinde

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Karl Naumann wurde bereits am 3. November offiziell verabschiedet. Am Sonntag bekam er von Dekanin Petra Hegmann (rechts) und Pfarrerin Monika Dersch-Paulus die Elisabeth-Medaille überreicht.

Allendorf-Haine - "Er ist ein Bindeglied zwischen der Gemeinde und der Pfarrerin": Karl Naumann, seit 30 Jahren Kirchenvorstandsmitglied und seit 24 Jahren Küster in Haine, wurde am Sonntag mit der Elisabeth-Medaille ausgezeichnet.

Seit 30 Jahren ist Karl Naumann für die Kirchengemeinde in Haine tätig. Seit 1983 war er ständiges Mitglied im Kirchevorstand, was insgesamt fünf Wahlperioden entspricht. Seit 1989 nahm Naumann auch die Aufgaben des Küsters wahr. Außerdem war Naumann zwölf Jahre lang Mitglied der Kreissynode des Kirchenkreises Frankenberg. Am Sonntag wurde Naumann in einem festlichen Gottesdienst von Dekanin Petra Hegmann mit der Elisabethmedaille ausgezeichnet, eine der höchsten Auszeichnungen der Landeskirche.

Es sei „ein besonderer Tag“, sagte Pfarrerin Monika Dersch-Paulus zu Naumanns Verabschiedung. Mit einer kleinen Geschichte zeigte sie die Bedeutung des Küsters auf: Sie erinnerte an den Konfirmandenunterricht. Einer der „Konfis“ wusste nicht, wohin er das Geld der Diakoniesammlung bringen musste, bis ihm ein Mitkonfirmand den entscheidenden Tipp gab. „Bei dem, der den Schlüssel hat.“

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aumann habe der Gemeinde den Zugang zum Gotteshaus aufgeschlossen, sagte Dersch-Paulus. Den Hauptschlüssel habe Naumann sogar eigenhändig mit der Feile nachgebessert, berichtet sie. Mit seinem Einsatz, seinem Engagement und seiner Aufmerksamkeit sei er ein Vorbild für alle. „Er ist ein Bindeglied zwischen den Mitgliedern der Gemeinde und der Pfarrerin“, lobte ihn Dersch-Paulus weiter.

Gemeinde mitgeprägt

Auch Dekanin Petra Hegmann fand lobende Worte für Karl Naumann. „Er war im Kirchenvorstand, Küster, Kreissynodaler und ins Fernsehen hat er es auch geschafft“, sagte sie. Naumann sei tief mit der Kirche verbunden. Er habe der Kirchengemeinde in Haine ein Gesicht gegeben und sie mitgeprägt.

So habe Naumann die Renovierung der Kirche in Haine zum Großteil in Eigenregie begleitet und auch weiterhin sei er als Kirchenältester ein besonderer Ansprechpartner. Naumann habe nicht nur selbst repariert, saniert und instandgesetzt, sondern auch Dinge selbst entworfen, etwa das Lesepult in der Kirche. „Die Menschen wissen, was sie an Karl Naumann haben und hatten“, sagte die Dekanin, als sie die besondere Medaille überreichte. Pfarrerin Dersch-Paulus überreichte dem Geehrten ein Fotobuch mit Eindrücken von seinem Schaffen. Der festliche Rahmen des Adventsgottesdienstes wurde vom Posaunenchor aus Haine unter der Leitung von Ralf Dönges unterstrichen.

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