Stichwahl um Landratsposten

Stichwahl um Landratsposten: Newcomer machen Sieger unter sich aus

Marburg. Beim Super-Wahlsonntag am 22. September wird im Kreis Marburg-Biedenkopf ein neuer Landrat gewählt: Kirsten Fründt (SPD) und Marian Zachow (CDU) haben die Stichwahl erreicht.

Damit treffen zwei politische Newcomer aufeinander. Sowohl die 46-jährige Marburger Sportamtsleiterin Fründt als auch der 33-jährige Calderner Pfarrer Zachow sind relativ wenig bekannt. Zudem wurde Fründt erst im Juni als Ersatzkandidatin für den aus privaten Gründen zurückgetretenen Amöneburger Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg nominiert. 

Kirsten Fründt (SPD)

Trotzdem hatte die sympathische Sportlerin im ersten Wahlgang mit 34,3 Prozent der Stimmen die Nase vorn. Zachow erreichte 28,3 Prozent. Aus dem Rennen sind der Erste Kreisbeigeordnete Karsten McGovern von den Grünen, der parteilose Bürgermeister der Stadt Wetter, Kai-Uwe Spanka sowie Anna Hofmann von den Linken, Jens Fricke von der Piratenpartei und Mirco Rosenberger von der Anarchisten Pogo-Partei.

Marian Zachow (CDU)

Spannend dürfte die Frage werden, wie die traditionell starken Grünen-Wähler im Kreis abstimmen. McGovern, der im ersten Wahlgang 21,6 Prozent der Stimmen erreicht hatte, forderte seine Wähler direkt nach seiner Niederlage auf, für den Kandidaten der CDU zu stimmen, mit dem er eine Koalition im Landkreis bildet. Andere Grüne ließen die Frage offen.

Unterdessen hoffen die Sozialdemokraten, den Landratssessel wieder zu gewinnen, den sie 1996 an Robert Fischbach verloren. Der leutselige, 67-jährige Christdemokrat war drei Amtszeiten lang Landrat des Kreises Marburg-Biedenkopf. 2001 ging er eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern ein - inzwischen sind Liberalen ausgeschieden. (zgc) Fotos:  Coordes (1)/nh

Quelle: HNA

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