Ukrainischer Jugendchor Kalinonka gab ein Konzert in der Allendorfer Kirche

Stimmgewaltiger Auftritt

Farbenprächtiges Bild: Der Chor Kalinonka aus der Ukraine bei seinem stimmgewaltigen Konzert in der Allendorfer Kirche. Foto:  Strieder

Allendorf-Eder. Lebhaften Beifall mit stehenden Ovationen erhielt der Jugendchor „Kalinonka“ aus der Ukraine bei einem überaus stimmgewaltigen Konzert am Freitagabend in der voll besetzten Allendorfer Kirche. Pfarrer Gerald Rohrmann dankte den jungen Sängerinnen und Sängern für das gebotene großartige Klangerlebnis.

Der Chor mit etwa 30 Kindern und Jugendlichen aus der Region um den Katastrophen-Reaktor von Tschernobyl war fast eine Woche Gast der evangelischen Kirchengemeinde Allendorf. Die Jugendlichen und ihre Betreuer waren untergebracht bei Familien in Allendorf, Battenfeld und Rennertehausen.

Nach zwei Konzerten in Edertal-Wellen und Haina an den Tagen zuvor sangen die jungen Leute aus der Ukraine nun auch im Allendorfer Gotteshaus in ihren landestypischen Trachten überwiegend volkstümliche Lieder aus ihrer Heimat. Bereits vor vier und vor zwei Jahren waren sie in Allendorf aufgetreten.

Texte über Brauchtum

Bei einigen Liedern gefielen besonders die Solopassagen junger Sängerinnen und Sänger. Mit kurzen Textlesungen in deutscher Sprache informierte der Chor über den Inhalt seiner Lieder und über Kultur und Brauchtum in der ukrainischen Heimat. Die Chorvorträge wurden aufgelockert mit Tanzeinlagen und szenischen Spielen.

Spontan klatschten die 300 Zuhörer in der Kirche beim bekannten „Kalinka“ mit. In deutscher Sprache sang der Chor „Singen befreit“. Das Lied gedenkt der Gründung des Chors vor 24 Jahren nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl, als die große Umweltkatastrophe das Land im Osten und seine Menschen in eine tiefe Depression gestürzt hatte.

Mit dem deutschen Kirchenlied „Danke“ verabschiedete sich der Chor und bedankte sich für die erlebte Gastfreundschaft. Um einige Zugaben kamen die jungen Leute aber nicht herum. Mehrmals erhoben sich die Musikfreunde von ihren Plätzen und spendeten lange Beifall.

Mit Bogenschießen und anderen Spielen rund um die Schützenhalle hatte die Kyffhäuser-Kameradschaft einen unterhaltsamen Nachmittag für den Chor gestaltet. Die Landfrauen sorgten mit Waffeln für das leibliche Wohl. Eine Grillfeier mit Spielen fand am Nachmittag vor dem Konzert im Pfarrgarten statt.

Der Aufenthalt in Allendorf war Teil eines insgesamt drei Wochen dauernden Ferienaufenthaltes in Hessen, der dank zahlreicher Spenden ermöglicht wurde. Nächste Station der Jugendlichen ist Alsfeld im Vogelsbergkreis.

Von Erwin Strieder

Quelle: HNA

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