Vogelzählung entlang der Eder

Von Stockenten und Zeisigen

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Beobachter der NABU-Ortsgruppe Battenberg zählten Vögel entlang der Eder. Hier beobachten Ruth Waßmuth, Petra Clemens, Walter Jacobi, Wilfried Morgenroth, Heinz-Günther Schneider und Gerhard Saßmannshausen (von links).Foto: pr

Frankenberg/Battenberg - Sie machen sich bei Wind und Wetter auf den Weg, um entlang der Eder Vögel zu zählen. Aus den Ergebnissen wollen die Naturfreunde auch Informationen über Umweltveränderungen ziehen, die Einfluss auf den Menschen haben könnten.

Ein deutschlandweit einmaliges Projekt ist die kreisübergreifende Edervogelzählung (EVZ). In jedem Winter zählen auf verschiedenen Abschnitten entlang der Eder - von der Landes- grenze bei Beddelhausen bis zur Mündung bei Edermünde im Schwalm-Eder-Kreis - meist über 55 Vogelkundige die Tiere. Ende Dezember stand in diesem Winter die erste Zählung an. Der zweite Termin ist am Sonntag, 2. Februar, ab 9 Uhr.

Seit nunmehr 18 Jahren läuft die ornithologische Forschungsaktion entlang der Eder, die mit der Zählung im Februar ihren Abschluss findet. Das Unterfangen setzt eine genaue Vorbereitung voraus. Die Koordinatoren und Auswerter sind Wolfgang Lübcke (Edertal-Giflitz), Stefan Stübing (Bad Nauheim) und Gerhard Kalden (Frankenberg). Wenn auch Liebe zur Natur und Forscherfreude der Antrieb für die Beobachter sind, so hatten diese in der Vergangenheit doch immer mal wieder schwierige Bedingungen zu meistern. Zum Beispiel als sie, wie im oberen Edertal, durch tiefen Schnee vorankommen mussten, ihnen eisiger Wind entgegen blies, Hochwasser das Zählen erschwerte oder Regen sie durchnässte.

Aus diesen und weiteren Ergebnissen wird eines der Ziele dieser langjährigen Zählaktion deutlich: zum Beispiel sollen Umweltveränderung erkannt werden, die letztlich auch den Menschen beeinflussen können.

Die Ergebnisse werden in den im Buchhandel erhältlichen „Vogelkundlichen Heften Edertal“ (VHE) veröffentlicht.

Von Gerhard Kalden

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