Sanierung der Hinstürzstraße bis zum Jahresende

Stolperfallen adé

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Stadtverwaltung, Politik, Abwasserwerk und Bauunternehmen setzen den Spaten für die Sanierung der Hinstürzstraße: Seit mehr als 50 Jahren gab es keine tiefgreifenden Bauarbeiten in dem Wohngebiet.Foto: Malte Glotz

Frankenberg - Nach dem Endausbau vor mehr als 50 Jahren hat sich an der Hinstürzstraße nicht mehr viel getan. Das ändert sich derzeit: Die Straße wird für insgesamt 810000 Euro grunderneuert - zur Freude der Anlieger.

Mäßig amüsante Wortspiele böten sich zur Genüge an. Vielleicht nur dieses: Für die nächsten Monate ist die Gefahr eines Sturzes deutlich höher als üblich – ab Dezember dann soll niemand durch Schlaglöcher stolpern und hinstürzen in der Hinstürzstraße. Denn die Stadt, Abwasserwerk und die Energiegesellschaft Frankenberg sanieren die marode Straße.

„Es ist wichtig, dass wir auch in ganz normale Infrastruktur investieren“, sagt der Bürgermeister, der Spatenstiche oder Eröffnungsfeiern in den vergangenen Monaten meist bei Großprojekten beging: Bahnhofsumfeld, Wasserpark, Dorfplatz in Rengershausen. Möglich, dass es an den benutzten Spaten liegt: Sie wurden einst für den Startschuss der Bauarbeiten am Landratsamts-Garten beschafft.

In der Hinstürzstraße jedenfalls waren die Arbeiten bitter nötig: „Ich wurde schon in meiner ersten Amtszeit angesprochen, wann sich hier mal was tut“, sagt der Rathauschef, der in der Nähe wohnt. Entsprechend offen sei in der Anliegerversammlung über die geplanten Anliegen gesprochen worden – die Notwendigkeit sah beinahe jeder.

Die Hinstürzstraße erhielt bereits 1960 eine Fahrbahn mit Entwässerung. Ende des Jahrzehnt folgten dann Gehwege und 1970 die Beleuchtung. „Wir versuchen stets, wenn die STraße ohnehin offen ist auch den Kanal mit zu machen“, sagt Heß – das spare Kosten und habe sich bewährt. Die Straße wird auf einer Gesamtlänge von etwa 400 Metern aufgerissen. 370 Meter Schmutzwasserkanal, 350 Meter Regenwasserkanal, 500 Meter Frischwasserleitung werden verlegt. Hinzu kommen noch einmal 235 Meter Hausanschlüsse.

Für die müssen die Anlieger selbst aufkommen. Kanalisation und Wasserleitung – etwa 410000 Euro – liegen bei der Stadt, die übrigen 400000 Euro für Straßenbau, Straßenbeleuchtung und Planungsleistungen teilen sich Anlieger und Stadt zu je 50 Prozent.

Kleinere Einschränkungenfür die Anlieger der Straße

„Wir bauen in zwei Bauabschnitten“, erläutert Bauamtsleiter Karsten Dittmar. Die Arbeiten sollen bis Dezember abgeschlossen sein. Beim ersten Bauabschnitt sei das sicher, beim zweiten müsse das Wetter mitspielen, erläutert er. Das Bauamt und die bauausführende Firma Mütze seien zudem bestrebt, die Einfahrten zu den Grundstücken so weit wie möglich offen zu halten. „Das wird nicht immer klappen, dann kommen wir rechtzeitig auf die Anlieger zu“, sagt Bauunternehmer Ulrich Mütze.

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