20-Jähriger trat zusammen mit Hochschul-Ensemble im Heimatort auf

Posaunen-Konzert in Allendorf: Gemeinde ist stolz auf Christian Traute

Ein besonderer Hörgenuss war das Konzert der Studierenden der Weimarer Musikhochschule, einer der Akteure war Christian Traute aus Allendorf (2. von rechts) mit seiner Zugposaune. Foto:Strieder

Allendorf-Eder. 250 Musikfreunde waren begeistert von einem hochkarätigen Konzert für Posaunen in der Allendorfer Kirche. Einer der Mitwirkenden war der aus Allendorf stammende 20-jährige Christian Traute.

Er zählt zu den Studierenden der Posaunenklasse der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar, die gemeinsam mit ihrem Lehrer Prof. Christian Sprenger, das Konzert gaben. Traute war es auch, der die Idee zu dem Auftritt in Allendorf hatte. Die fünf Studierenden und ihr Professor wurden verstärkt durch zwei weitere Posaunisten, nämlich Bernhard Stangel und Carl-Philipp Kaptain.

Christian Traute studiert nach seinem Abitur im ersten Semester an der Hochschule in Weimar. Er gilt unter Musikkennern als ausgesprochen begabt und hat erst kürzlich einen Preis beim bundesweiten Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewonnen. Seit einigen Jahren spielt er sein Instrument, die Zugposaune, auch im evangelischen Posaunenchor der Allendorfer Kirchengemeinde. Bläser mehrerer Posaunenchöre des Frankenberger Landes gehörten zu den Konzertbesuchern.

Gespielt wurden klassische und moderne Stücke für drei bis acht Bläser. Zur Einstimmung zitierte Pfarrer Gerald Rohrmann aus dem 150. Psalm: „Lobet den Herrn mit Posaunen“. Neben den geistlichen Stücken erklangen aber auch weltliche von der Klassik bis zur Moderne. Den furiosen Auftakt bildete die olympische Fanfare zu den Spielen des Jahres 1984. Aus der Feder des Komponisten Heinrich Schütz stammte ein Stück aus dem 16.Jahrhundert, das einst zu Ehren des hessischen Landgrafen Moritz gespielt wurde. Die Posaunisten spielten auch eine Kantate von Johann Sebastian Bach und ein Antiphon von Anton Bruckner.

Eindrucksvoll war eine Version des legendären Ohrwurms „Hey Jude“, das vor mehr als 40 Jahren vom Beatle Paul McCartney komponiert wurde. Viel Beifall erhielten die Musiker für Auszüge aus den Musicals „Cats“ und „Phantom der Oper“. Den imposanten Abschluss des 90-minütigen besonderen Hörgenusses bildete eine Melodie aus dem Erfolgsfilm „Star Wars“.

Prof. Christian Sprenger bekannte, dass er sich der Förderung von musikalisch begabten jungen Menschen verbunden fühle. Allendorf könne stolz sein auf Christian Traute, weil dieser die Idee zu dem Konzert in seinem Heimatort gehabt habe.

Der Leiter des Allendorfer Posaunenchors, Friedhelm Pfuhl, zog in seinem Fazit zum Konzert einen Bogen zu dem Aufritt der „Gregorian Voices“ eine Woche vorher an gleicher Stelle. „Nach einem vokalen Hörgenuss vor acht Tagen erlebten wir heute einen instrumentalen, beide waren phänomenal.“

Mit langem Applaus bedankten sich die Zuhörer bei den Bläsern, denen Pfarrer Gerald Rohrmann Buchgeschenke überreichte.

Quelle: HNA

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