Erstmals erfasst: Im Landkreis gibt es 3800 Denkmäler

Im Frankenberger Kloster St. Georgenberg: Der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, Dr. Markus Harzenetter, stellte jetzt den ersten, 800-seitigen Band einer Denkmaltopografie für den Landkreis Waldeck-Frankenberg vor. Er umfasst mehr als 1500 Kulturdenkmale des Altkreises Frankenberg, die Klosterkirche von Haina schmückt seinen Einband. Foto:  Völker

Waldeck-Frankenberg. Schmuckvolle Fachwerkhäuser, jahrhundertealte Klöster und Kirchen, Grenzsteine, Wassermühlen, kleine Dorfbrücken ebenso wie seltene Industriearchitektur - der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat eine „reiche baukulturelle Vergangenheit", so Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen.

In der Mauritiuskapelle des Kreis-Heimatmuseums Frankenberg stellte er gemeinsam mit Landrat Dr. Reinhard Kubat in einer Feierstunde vor vielen Gästen den soeben erschienenen Band „Waldeck-Frankenberg II“ der Buchreihe „Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland“ vor.

Fast zehn Jahre lang haben die Bauforscher Antje Press, Dr. Reinhold Schneider und Dr. Roland Pieper allein im Altkreis Frankenberg rund 1300 Denkmäler in Texten, Bildern und Karten erfasst und dokumentiert. Ihr Band II war aber eher fertig als der geplante Band I für den Kreisteil Waldeck: Dort wird das Ergebnis mit etwa 2500 erhaltenswerten Objekten erst in etwa zwei Jahren erwartet - voraussichtlich sind dazu sogar zwei dicke Bücher notwendig.

Landrat Dr. Kubat nannte den ersten Teil der Denkmaltopografie „ein sehr imponierendes, kostbares Buch, ein Lehr- und Weiterbildungswerk“, das Kulturschätze zu bewahren und ihren historischen Wert zu sichern helfe. „Es dient zugleich auch den Kommunen als Handreichung für ihre bauplanerische und denkmalpflegerische Arbeit“, sagte Kubat. Mit 30 000 Euro hatte der Kreis die Herausgabe des Buches gefördert.

Der Wiesbadener Denkmalamt-Präsident Dr. Harzenetter lobte die „Konsequenz und Brillanz“, mit denen das denkmaltopografische Werk für den Kreisteil Frankenberg in kurzen, informativen Texten, Karten und Bildern dem Leser entgegenkomme. Er dankte allen, die bei der Datensammlung mitgeholfen hatten.

Von Karl-Hermann Völker

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Quelle: HNA

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