SPD-Antrag wird in Ausschüssen beraten

Streetworker soll sich in Frankenberg um Jugendliche kümmern

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Immer wieder gibt es am Bahnhof in Frankenberg Probleme mit Vandalismus.

Frankenberg. Ein Streetworker für Frankenberg: Den hat die SPD-Fraktion in der Stadtverordneten-Sitzung gefordert. Er solle in Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege sowie den Schulsozialarbeitern die Jugendsozialarbeit in der Stadt optimieren, hieß es von der SPD.

„Ein Streetworker ist ein Ansprechpartner und auch eine Vertrauensperson für die Jugendlichen“, erklärte Dr. Daniela Sommer (SPD). „Manchmal ist der Streetworker der einzige Weg, die Jugendlichen anzusprechen“, sagte sie. Und: „Der Streetworker lässt sich auf die Lebenswelt der Jugendlichen ein.“

Als Grund für ihre Forderung nach einem solchen Sozialarbeiter nannte Daniela Sommer vor allem „Probleme und Auffälligkeiten mit Gewalt, Alkohol und anderen Substanzen“ am Bahnhof und auch am benachbarten Einkaufszentrum Frankenberger Tor. Ein Streetworker sei für Frankenberg daher eine Chance, meinte Sommer: Streetwork sei eben direkt vor Ort des Geschehens, das könne die klassische Sozialarbeit wiederum nicht. Beim Streetwork könne an Brennpunkten effizient und schnell vorgegangen werden, untermauerte sie den SPD-Antrag.

Dass der Verkauf von Drogen und Drogenkonsum vermehrt von Minderjährigen rund um den Bahnhof bekannt sei, sagte Jannik Schwebel-Schmitt (CDU). Auch die zuständigen Behörden und Gremien hätten davon Kenntnis. Deshalb müssten nun Lösungen diskutiert und auf den Weg gebracht werden, forderte der CDU-Politiker. Gleichzeitig hinterfragte er aber kritisch, ob und wie ein Streetworker Drogenmissbrauch verhindern könne. Gemeinsames Ziel müsse es aber sein, Maßnahmen gegen den Drogenmissbrauch von Jugendlichen zu ergreifen.

„Das Thema ist zu wichtig, um es ad hoc zu entscheiden“, sagte Willi Naumann (Grüne). Für die notwendigen Diskussionen in den Ausschüssen, an die es verwiesen wurde, forderte er sogar „Fachhilfe von externer Seite“. Eine Entscheidung über den Antrag muss letztlich das Stadtparlament treffen.

Quelle: HNA

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