Frankenberg

Streusalz wird schon wieder knapp

- Frankenberg. Der Winter hat das Frankenberger Land wieder fest im Griff. Einen Tag vor Ferienbeginn endete der Unterricht an rund 50 Schulen im Landkreis bereits nach der vierten Stunde – zum Glück blieb das befürchtete Schneechaos aus. Allerdings schmelzen die Streusalzvorräte schon wieder dahin.

Während die Kinder über den frühen Unterrichtsschluss und das richtige Wetter zum Schlitten- und Skifahren begeistert waren, bedeutet jeder Zentimeter Neuschnee Kosten und Aufwand für die Kommunen. Das Strreusalz werde auch in diesem Jahr wieder knapp, teilte der Frankenberger Bürgermeister Christian Engelhardt mit. Grund sei die hohe Nachfrage bei den Herstellern. „Dabei hatten wir aufgrund der Erfahrungen des letzten Winters schon mehr Streusalz als üblich bestellt.“ Die Lager beim städtischen Betriebshof waren „voll bis zur Oberkante“:

Rund 60 Tonnen mehr Streusalz und Magnesiumlauge seien gegenüber dem Vorjahr eingelagert worden. „210 Tonnen Lagerkapazität bietet der Betriebshof, damit verfügen wir über knapp 30 Prozent mehr an Streugut als im Winter 2009/2010“, erläuterte Betriebshofleiter Martin Hecker. Aufgrund der Witterung schmolzen die Salzvorräte aber sprichwörtlich wie Eis in der Sonne: bis zu 25 Tonnen Salz und Magnesiumlauge gingen täglich über die Salzstreuer auf die Straßen in Frankenberg und in den zwölf Stadtteilen, sodass Hecker bereits mehrfach beim Lieferanten „K+S“ in Kassel nachbestellen musste. Von dort kam die Hiobsbotschaft: aufgrund des strengen Winters gibt es erneut Lieferschwierigkeiten.

Das betrifft besonders die Städte und Gemeinden, denn die Salzlieferanten beliefern zuerst Autobahnmeistereien und Straßenmeistereien, die die überörtlichen Wege freihalten müssen. Der Betriebshofleiter Hecker hat seine Mitarbeiter angewiesen, möglichst sparsam mit dem Salz umzugehen. Die Stadt wird in den nächsten Tagen und Wochen den Streusalzeinsatz reduzieren und vor allem dort streuen, wo besondere Sicherheitsbestimmungen gelten – zum Beispiel die Zufahrt zum Kreiskrankenhaus oder die ehemalige Kreisstraße 117. Engelhardt bat die Bürger um eine angepasste Fahrweise und um Verständnis: „Es geht jetzt vor allem darum, die Salzvorräte für die neuralgischen Punkte vorzuhalten“. Für Fragen und Anregungen der Bürger hat die Stadt die E-Mail-Adresse winterdienst@frankenberg.de eingerichtet, außerdem ist der Bauhof bei Fragen telefonisch unter 06451/505147 zu erreichen.

In Battenhausen dagegen freut man sich über den strengen Winter: Heute beginnt dort die Skisaison mit einem Flutlicht-Abend. Von 16 Uhr bis 21 Uhr ist die Piste geöffnet.

Merh lesen Sie in der FZ vom Freitag, 17. Dezember

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare