Milliardenprojekt könnte vor allem Volkmarsen betreffen

Stromtrasse durch den Landkreis geplant

Stromtrasse

Waldeck-Frankenberg. Im Jahr 2022 soll die längste Stromtrasse Deutschlands in Betrieb gehen. 800 Kilometer lang soll sich die Leitung von Wilster in Schleswig-Holstein bis nach Grafenrheinfeld in Bayern schlängeln. Auch durch den Landkreis Waldeck-Frankenberg könnte die Stromtrasse verlaufen.

Die vorläufigen Planungen sehen vor, dass die Leitung auch vorbei an Volkmarsen und Ehringen läuft, in den Nachbarlandkreisen wären beispielsweise Wolfhagen und Fritzlar betroffen. Überrascht von den Planungen wurden sowohl Volkmarsens Bürgermeister Hartmut Linnekugel als auch Landrat Dr. Reinhard Kubat. "Eine offizielle Beteiligung des Landkreises hat es bislang nicht gegeben", sagte Kubat auf HNA-Nachfrage. Auch die Stadt Volkmarsen hat erst am Mittwoch von den vorläufigen Planungen gehört durch einen Infobrief der beiden Netzbetreiber Tennet und TransnetBW.

"Großes Unverständnis" herrschte bei Linnekugel aufgrund des Vorgehens, Städte und Gemeinden nicht bereits im Vorfeld zu involvieren. Nun soll es am kommenden Donnerstag, 13. Februar, ein Informationsgespräch geben. "Dort erwarten wir dann genauere Erklärungen", sagte Linnekugel.

Tennet, einer der beiden Trassenbetreiber, betont auf seiner Internetseite mehrfach, dass dies lediglich Vorschläge für die Trassenführung seien. "Wir stehen ganz am Anfang der Planungen, noch weit vor Beginn des Genehmigungsverfahrens. Der Trassenkorridor steht noch nicht fest und wir brauchen das Feedback der Bürger und Gemeinden, um diese wichtige Verbindung gut planen zu können," wird Lex Hartmann, Mitglied der Geschäftsführung von Tennet, auf der Internetseite zitiert.

Es soll mehrere Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung geben. Mit allen Beteiligten solle ein "intensiver Dialog" geführt werden, heißt es beim Unternehmen. (nh/ren)

Quelle: HNA

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