Etwas Gutes für die Heimat tun

In 72 Stunden Frankenberg verbessern

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Für ein lebenswerteres Frankenberg setzten sich drei Tage lang 30 Jugendliche und ihre Betreuer ein. Sie wollen die Bushaltestelle in der Uferstraße verschönern und das Jugendhaus mit noch mehr Mosaik schmücken.Fotos: Malte Glotz

Frankenberg - Seit gestern Mittag sind 30 Jugendliche und ihre Betreuer in der Stadt unterwegs, um sie ein wenig lebenswerter zu gestalten - für sich und die ganze Gesellschaft.

Sie war ein optisches Ärgernis in den vergangen Jahren, die Bushaltestelle an der Ecke Uferstraße und Kanton-Brou-Straße. Erst recht war sie ein Ärgernis in den Wochen seit Pfingsten: Hatte der Betriebshof der Stadt nach dem Entfernen der wilden Bodendecker etwa vergessen, dort weiterzuarbeiten? Nein, hatte er nicht - das wurde 30 Jugendlichen und ihren Betreuern gestern Mittag schnell klar. Sie nämlich sollen bis spätestens Sonntag fertigstellen, was der Betriebshof begonnen hatte.

Die Jugendlichen sind ein Teil der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend . Sie wollen für ihre Heimatstadt - die meisten der Jugendlichen sind aus Frankenberg und der näheren Umgebung - etwas Gutes tun. „Ihr könnt etwas zurückgeben“, sagte Pater Norbert beim Startschuss für die Aktion. Gerade die Jugend werde oftmals sehr fordernd dargestellt. „Dabei kann man von der Jugend einiges erwarten“, sagte er. Was, das sollen die 30 Teilnehmer beweisen.

Aufgeteilt in zwei Gruppen sorgen sie für ein schöneres Stadtbild. Ihre Aufgaben erfuhren sie erst gestern. Eine Gruppe sorgt für die Bushaltestelle. Bauamtsleiter Karsten Dittmar erläuterte die Aufgabe: Die nunmehr leeren Beete sollen bepflanzt werden, die bereits aufgestellten Steinquader sollen Sitzflächen aus beständigem Holz bekommen. Ein angelegter Weg - der ehemalige „Trampelpfad“ durch die Bodendecker - soll fertiggestellt werden. „Diese Ecke wird eine ganz neue Bedeutung bekommen“, sagte Dittmar hoffnungsvoll - und verwies zudem auf eine Pergola von Freimut Böhling für den Platz.

Und auch am Jugendhaus ist eine Gruppe aktiv: Bereits bei der vorangegangenen 72-Stunden-Aktion im Jahr 2009 hatten Jugendliche dort einen Teil der Fassade mit Mosaiken verziert. „Die Hausfront soll jetzt weiter gestaltet werden. Ihr seid in euren Ideen vollkommen frei“, sagte Heike Höhl zu ihrer Gruppe junger Freiwilliger.

Beide Gruppen stehen unter fachlicher und pädagogischer Aufsicht. „Damit ihr nicht nur 72 Stunden etwas davon habt, sondern auch zu Hause“, begründete Bürgermeister Rüdiger Heß. Er lobte die Jugendlichen für ihren Einsatz für Frankenberg und dankte ihnen sowie all jenen, die an den Vorbereitungen beteiligt waren. Gemeinsam mit Pater Norbert eröffnete er ihnen ihre Aufgaben, die bis zur Abschlussveranstaltung am Sonntagnachmittag gelöst sein sollen. Heß sprach ihnen Mut zu: „Eure strahlenden Gesichter zeigen: Ihr habt viel drauf.“

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