Fasziniert von der Tierhaltung

Ein Bienenvolk mit bis zu 60.000 Insekten: Sven Koch ist Hobby-Imker in Frankenberg 

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Hobby-Imker Sven Koch aus Frankenberg zeigt hier eine Bienenwabe aus einem Bienenstock in seinem Garten. 

Frankenberg - Seit Frühlingsanfang herrscht  an den Bienenstöcken von Imker Sven Koch reger Betrieb. In der vergangenen Woche sind seine Honigbienen zum ersten Mal geflogen.

„Das war ganz witzig“, erzählt Koch über seinen Start als Imker. 2013 hatte er von seinem Vater, der ebenfalls Imker ist, und seinem Chef ein Bienenvolk geschenkt bekommen. Das notwendige Inventar bekam der 45-Jährige von seinem Nachbarn, der die Imker-Tätigkeit nach vielen Jahren wegen seines Alters aufgab. Die ersten Schritte und die Bienenhaltung lernte der gebürtige Battenfelder in einem Grundkurs des Landesverbands Hessischer Imker.

Dass bei seinen Bienen zurzeit alles in Ordnung ist, erkennt der Hobby-Imker daran, dass sie vor dem Flugloch – einer kleinen Öffnung unten am Bienenstock – ausschwärmen und mit Blütenpollen, aus denen sie sich ihren Nektar und ihre Nahrung ziehen, an den Beinen zurückkommen.

Faszinierende Tiere: Unzählige Honigbienen sitzen auf den einzelnen Waben im Bienenstock.

Noch kontrolliert der dreifache Familienvater die Entwicklung seiner Bienen alle zwei Wochen. Im Mai, wenn das Hauptgeschäft der Imker anfängt und der erste Honig kommt, finden seine Rundgänge wöchentlich statt. Bis zum Sommer wächst ein Bienenvolk auf bis zu 60 000 Bienen an. Daher erweitert Koch Ende April seine Bienenstöcke mit einem dritten Stockwerk, dem sogenannten „Honigraum“. Dadurch schafft der Hobby-Imker Platz für alle Bienen und den Honig. In einer Wabe sammeln sich bis zu zwei Kilogramm Honig. Innerhalb von zwei bis drei Wochen lagern sich in einer Kiste bis zu 22 Kilogramm Honig an, den der Imker Ende Mai zum ersten Mal erntet.

Den Honig lässt Koch bei seinem Vater, denn seine Faszination liegt in der Tierhaltung. Das Interesse für die „faszinierende Welt der Bienen“, wie er sie nennt, hielt sich anfangs noch in Grenzen. „Das kam erst nach und nach. Ich musste mich erst damit auseinandersetzen, als das hier alles stand.“

Mittlerweile ist dieses Hobby für ihn „zur Sucht“ geworden. „Es ist interessant zu sehen, wie die Bienen ihren Alltag regeln.“ Durch seine Beschäftigung habe er ein anderes Auge für die Natur bekommen. Den typischen, weißen Schutzanzug trägt Koch selten: „Es ist situationsabhängig und kommt darauf an, was man den Tieren antut.“ Bienen sind geruchsempfindlich bei Schweiß, Alkohol, Parfüm und können aggressiv werden, wenn Gewitter in der Luft liegt. Ebenso werden sie bei schwarzer und brauner Kleidung skeptisch, da sie denken, dass sich ein Bär nähert, vor dem sie Angst haben.

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