Frankenberg

Tagesmütter - Alternative zum Kindergarten

- In 48 Unterrichtsstunden haben sich Tagesmütter für die Betreuung von Kindern qualifiziert. Sie gehören 120 Frauen und Männern, die im Landkreis ein Alternativangebot zu Kindertagesstätten machen.

Frankenberg. Kindertagesstätten sind der Klassiker, wenn es um Betreuung für Kinder vor dem Grundschulalter geht – aber sie sind nicht das einzige Angebot. Vor allem Eltern im Schichtdienst oder Alleinerziehende brauchen oft andere Betreuungsmöglichkeiten, die über die Öffnungszeiten von Kindergärten hinausgehen oder wenn ihre Töchter und Söhne noch zu klein für den Kindergarten sind. Für sie sind Tageseltern eine Lösung. Etwa 120 von ihnen gibt es im Landkreis. Damit Eltern sicher sein können, dass ihre Kinder in guten Händen sind, werden Tageseltern – offiziell: Kindertagespflegepersonen – im Auftrag des Fachdienstes Jugend des Landkreises von der Kreisvolkshochschule ausgebildet. Die Grundqualifizierung umfasst 48 Unterrichtsstunden und endet mit einer Prüfung, die soeben neun Frauen aus dem Landkreis bestanden haben: Caroline Bierinckx-Will aus Battenberg, Iris Burgart aus Diemelsee, Charlotte Frede aus Vöhl, Manuela Hachen und Angelika Schäfer aus Lichtenfels, Julia Kerstin Koch aus Allendorf (Eder), Carla Tönges aus Edertal, Beatrice Wortmann-Stahl aus Bad Wildungen und Ria Meyerhoff aus Rosenthal. Sie erhielten am Mittwochabend ihre Zertifikate in Frankenberg. Um diese Anerkennung zu behalten, müssen die Frauen im Folgejahr eine Fortbildung über 20 Stunden absolvieren. Mit der Teilnahme am Grundseminar haben die Frauen auch die Möglichkeit erhalten, eine Landesförderung für ihre Arbeit als Tagesmütter zu erhalten. Der Erste Kreisbeigeordnete Peter Niederstraßer dankte den Frauen dafür, dass sie sich in den Dienst dieser Sache stellen und den Landkreis damit unterstützen. Niederstraßer betonte, dass er sich auch über mehr Tagesväter freuen würde.

Manfred Mengel von der Kreisvolkshochschule betonte, dass durch Tagesmütter die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werde.

„Wir brauchen Sie“, sagte Dieter Klein vom Fachdienst Jugend des Landkreises. Er versprach, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass die Tätigkeit als Tagesmutter als Beruf anerkannt werde und auch dafür, dass der Stundenlohn pro betreutem Kind, der derzeit bei 2,50 Euro liegt, auf ein angemessenes Niveau steige. (apa)

Mehr lesen Sie in der Ausgabe der Frankenberg Zeitung am Donnerstag, 3. Dezember, 209.

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