Tanzlehrer Rudolf Müller im Alter von 86 Jahren gestorben

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Rudolf Müller: Er verstarb im Alter von 86 Jahren.

Frankenberg. Er war eine Institution in Sachen Tanz und Musik. 50 Jahre leitete er seine eigene Tanzschule, er liebte seinen Beruf – und von seinen vielen Freunden wurde er nur liebevoll „Scherbel-Rudi“ genannt:

Am Samstagabend ist in Frankenberg der bekannte Tanzlehrer Rudolf Müller gestorben. Rudolf Müller wurde 86 Jahre alt.

Rumba, Cha Cha Cha, Walzer, Tango, Foxtrott. Jedes Jahr brachte Rudolf Müller 1000 Tanzschülern das Tanzen, das Gefühl für Musik und Schrittfolgen, aber auch gutes Benehmen bei – auch zusammen mit Ehefrau Christa, die er am 4. Juni 1965 geheiratet hatte. Sogar mit Blinden und Taubstummen tanzte er.

„Ich hatte einen tollen Beruf. Immer hatte ich Menschen um mich, die fröhlich sein wollten“, schwärmte Rudolf Müller, als er vor knapp zwei Jahren seinen 85. Geburtstag feierte. Das Tanzen konnte er auch im Alter nur schwer loslassen.

Die Geschichte von Rudolf Müller begann am 9. März 1926 in Waldenburg in Niederschlesien. Dort wurde er geboren, mit zwölf Jahren tanzte er seinen ersten langsamen Walzer. „Es klappte herrlich“, erinnerte er sich später.

Mit 18 Jahren wurde Rudolf Müller dann in den Krieg eingezogen und geriet in amerikanische Gefangenschaft. In seine Heimat konnte er nach seiner Entlassung nicht zurück – Niederschlesien war von den Russen besetzt.

Am 10. Oktober 1945 kam er mit dem Zug in Frankenberg an. „Ich glaube, hier bleibe ich“, sagte er sich damals – und behielt recht.

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Quelle: HNA

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