Feuerwehren aus Frankenberg und Röddenau nehmen neue Geräte entgegen

Technik für rund 326000 Euro

+

Frankenberg-Röddenau - Ein Boot, ein Tanklöschfahrzeug und ein Mannschaftswagen, dazu Helme, Gebläse und mehr: Mit der neuen Technik sieht Bürgermeister Rüdiger Heß die Wehren Frankenbergs gut für den Ernstfall gerüstet.

„Wir wollen einen vernünftigen Brandschutz haben, und dazu gehört Gerät, mit dem man arbeiten kann“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß am Dienstagabend vor rund 50 Kameraden der Feuerwehren aus Röddenau und der Kernstadt. Anlass war die Übergabe von zwei Fahrzeugen, einem Boot und verschiedenen Geräten im Gesamtwert von etwa 326?000 Euro. Heß drückte seine Achtung vor der Leistung der Männer und Frauen aus – und seinen Wunsch, dass sie von den Einsätzen immer heil und gesund zurückkehren mögen. Das neue Gerät solle dazu seinen Beitrag leisten. Die Kernstadtwehr erhält ein Tanklöschfahrzeug TLF 20/24, Mercedes-Fahrgestell mit Magirus-Aufbau. Der Wassertank fasst 2400 Liter sowie 200 Liter Schaummittel. Zusätzlich ist eine Schnellangriffseinrichtung installiert und ein Dachwerfer. Auch ein neues Boot können die Kameraden künftig bei Einsätzen auf der Eder nutzen. Es ersetzt das alte, defekte Boot. „Wir alle kennen die Eder, deshalb gibt es kein Schlauchboot“, sagte Heß. Mit dem metallenen Gefährt könnten auch flache Stellen mit spitzen Steinen passiert werden. Einen neuen Mannschaftswagen für neun Insassen nahmen die Kameraden aus Röddenau entgegen. Der alte hatte laut Heß erhebliche Mängel, wurde im Internet versteigert und würde seinen Dienst schon jetzt im Sudan verrichten. Zudem gab es für die Wehren neue Ausrüstungen wie etwa Helme, die abgenutzte oder defekte Ausrüstung ersetzten. Wehr eine „wichtige Säule“ Dass eine zeitgemäße Ausrüstung wichtig ist, betonte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Hankel. Er erinnerte an das schwere Unwetter in der vergangenen Woche, das zahlreiche Wehren im gesamten Kreis gefordert hätte. Er nannte die Frankenberger Wehren eine „Stütze im Brandschutz“, daher sei es wichtig, dass nach der Ausrüstung in der Zukunft auch die Gebäude des Katastrophenschutzzentrums modernisiert würden. Auch Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick nannte die Frankenberger Wehren „unverzichtbar im Brandschutz im Südkreis“ und erinnerte daran, dass die Kameraden auch außerhalb des Stadtgebietes ihren Dienst leisten würden. Das Geld, mit dem der Kreis die Stadt unterstütze, sei „sinnvoll eingesetzt“. Stadtbrandinspektor Martin Trost fasste sich kurz: Er drückte seine Freude über die neuen Fahrzeuge und Geräte und seinen Dank gegenüber Magistrat, Bürgermeister, Kreis und dem Land Hessen aus. „Es wurde nichts angeschafft, was ?,nice to have‘ ist, sondern nur entsprechend der Bedarfsanalyse“, erinnerte er daran, dass alle Anschaffungen auch benötigt würden – das meiste sei ohnehin Ersatz für altes Gerät. Schließlich verwies er darauf, dass die Technik nicht Eigentum der Feuerwehr würde, sondern zum Inventar der Stadt ?gehöre.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare