Frankenberg

"Teddyklinik" soll Kindern Angst vor dem Arzt nehmen

- Frankenberg (gi-). Auf Einladung des Lions Clubs Frankenberg kommt am Freitag, 11. Juni, zum zweiten Mal die „Teddyklinik“ in die Ederberglandhalle. Es geht darum, Kindern im Kindergartenalter die Angst vor dem Arzt zu nehmen

Die Jungen und Mädchen kommen mit ihren „kranken“ Kuscheltieren und können so in der Rolle der „beobachtenden Teddyeltern“ den Arztbesuch erleben. Im Vergangenen Jahr stieß die Aktion auf große Resonanz; rund 250 Teddys, Puppen etc. wurden kuriert. Studenten aus Marburg Die Teddyklinik wird ehrenamtlich von Marburger Medizin-, Zahnmedizin- und Pharmazie-Studenten organisiert und durchgeführt. Insgesamt kümmern sich in Frankenberg rund 30 „Teddydocs“, „Kontaktpersonen“ und „Teddyapotheker“ um die Kinder und deren Kuscheltiere.

Die Idee für dieses Projekt stammt aus Schweden. Schirmherren der Aktion sind Lions-Präsident Dieter Mankel, Bürgermeister Christian Engelhardt sowie DRK-Kreisvorsitzender und Lions-Mitglied Dr. med. Rolf Bluttner. Die Kindergärten der Region Frankenberg werden schriftlich eingeladen. Aber auch alle anderen Kinder dürfen, wie die Hauptorganisatorin Julia Vöhl mittelt, „…unangemeldet mit ihrem Kuscheltier kommen. Wir erheben keine Praxisgebühr – die Teilnahme ist kostenlos“.

Wie läuft ein Besuch in der Teddyklinik ab? – Im Vorfeld sollen sich die Kinder mit ihren Eltern überlegen, was ihrem Kuscheltier fehlt. Ob Bauchschmerzen oder gebrochenes Bein – alles wird behandelt. Es sollten jedoch möglichst keine kaputten Kuscheltiere mitgebracht werden. Auch Teddy-Apotheke Zunächst geht es zur Anmeldung, wo Kuscheltier und Begleiter registriert werden. Danach geht’s ins Wartezimmer und dann in die „Praxisräume“. Dort wird die Krankengeschichte erfragt. Für schwierige Diagnosen gibt es den Teddyprofessor, der für eine Not-OP bereit steht.

Am Ende erhält jeder Patient ein Rezept mit zwei „Medikamenten“, die in der Teddyapotheke zu haben sind. Außerdem hat jedes Kind noch die Gelegenheit, sich einen Rettungswagen anzuschauen. Und was ist bei der Nachsorge zu Hause zu beachten? – Auch die Kuscheltiere werden nicht allein durch den Besuch beim Teddy-Arzt gesund. Die verordneten Ratschläge müssen befolgt und die „Medikamente“ regelmäßig verabreicht werden. Und ohne Trost und Zuwendung werden auch Kuscheltiere nicht gesund...

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