Neubau ungewiss

Tegut schließt Markt in Frankenberg Ende Juli

Der Tegut in Frankenberg: Zum 31. Juli wird der Markt in der Auestraße geschlossen. Archivfoto:  Paulus

Frankenberg. Tegut in der Auestraße in Frankenberg schließt zum 31. Juli. Ein Neubau in Frankenberg sei weiter der Wunsch des Handelsunternehmen aus Fulda, dazu fehle aber ein Grundstück.

Das hat Tegut am Mittwoch in einer Pressemitteilung mitgeteilt. Gründe für die Schließung seien die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes, die fehlende Möglichkeit, den Markt zu revitalisieren und die bisher ergebnislose Suche nach einem passenden Neubau-Grundstück. Die 15 Mitarbeiter sollen laut Tegut nach Möglichkeit in anderen Filialen weiterbeschäftigt werden.

Vor genau einem Jahr hatte das Handelsunternehmen Tegut aus Fulda bekanntgegeben, seinen Markt in der Auestraße in Frankenberg zum 1. November 2014 zu schließen. Darauf folgten Proteste von Kunden, eine Gruppe auf Facebook gegen die Schließung und eine Unterschriftenaktion mit mehr als 1000 Unterschriften. Tegut verlängerte den Mietvertrag - zunächst bis Ende April 2015, dann auf unbestimmte Zeit.

Am Mittwoch nun hat die Geschäftsführung mitgeteilt, der alte Markt in der Auestraße werde nach dem 31. Juli dieses Jahres schließen. Zu einem möglichen Neubau an einem neuen Standort in Frankenberg, der seit Monaten geprüft wird, gibt es noch nichts Neues.

Der Tegut-Gebietsverantwortliche Dieter Januschke bedauerte, „dass wir, ohne derzeit eine neue Option für unsere Kunden aufzeigen zu können, den Markt nun schließen müssen“.

Die Gespräche mit der Stadt hätten bisher nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt, berichtete Alexander Wilhelm, in der Geschäftsleitung für die Bereiche Bau, Immobilien und Expansion verantwortlich. Tegut benötige rund 1600 Quadratmeter Verkaufsfläche „im derzeitigen Wettbewerbsgefüge in Frankenberg“, sagte Wilhelm und nannte das Kugel-Gelände neben dem Frankenberger Tor „eine Option“. Wie berichtet, hält der Besitzer des Kugel-Geländes, Eberhard Unger, Geschäftsführer der Kurhessen-Gewerbebau GmbH aus Schwalmstadt, das Grundstück allein aber zu klein für einen neuen Tegut-Markt.

„Es wäre schön, wenn die Verantwortlichen der Stadt eine Möglichkeit finden würden, Tegut einen wettbewerbsfähigen Standort anzubieten“, drückte Geschäftsführer Wilhelm den Wunsch aus, in Frankenberg bleiben zu können.

Was Bürgermeister Rüdiger Heß zu der Schließung sagt und wie die Stadt Tegut helfen kann, einen neuen Standort zu finden, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare