Verhandlungen mit Investor laufen noch

Tegut überlegt noch, ob es nach Frankenberg zurückkehrt

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Pläne des Investors Unger zwischen Siegener- und Auestraße in Frankenberg: Der Gebäudekomplex auf dem Foto, in dem auch der alte Tegut-Markt untergebracht war, wird mit Wohnhaus und Nebengebäuden im Sommer abgerissen. Dort soll ein neuer Supermarkt entstehen, wenn Tegut mitmacht.

Frankenberg. Ob die Supermarktkette Tegut nach Frankenberg zurückkehrt, ist noch fraglich. Fest steht aber, dass auf dem Nachbargrundstück ein Seniorenheim im Hundertwasser-Stil erbaut wird. 

Eigentlich war die Eröffnung eines neuen Tegut-Marktes in Frankenberg für kommendes Jahr geplant. Doch jetzt, Ende 2017, ist noch nicht klar, ob Tegut überhaupt wieder nach Frankenberg zurückkehrt, nachdem es den alten Markt 2015 aufgegeben hatte, weil die Eigentümer keine Modernisierungen vornahmen.

 „Wir haben Tegut eine Frist gesetzt. Das Unternehmen soll bis Ende Januar 2018 eine Entscheidung getroffen haben“, sagt der Schwalmstädter Investor Eberhard Unger auf HNA-Anfrage.

Er habe das Hübner-Grundstück – Gelände und Gebäude des alten Tegut-Marktes zwischen Aue- und Siegener Straße – mittlerweile erworben, zum 1. Januar 2018 gehe in es seinen Besitz über, sagt er. Schon seit längerem gehöre ihm das angrenzende Kugel-Grundstück, das sich bis zur Röddenauer Straße erstreckt.

Zusammen fast zweieinhalb Fußballfelder (17 000 Quadratmeter) groß ist die Fläche gegenüber dem Einkaufszentrum Frankenberger Tor, auf dem die Unger-Tochtergesellschaft Kurhessen-Gewerbebau GmbH zwei Projekte plant, bei denen sie als Bauherr und Vermieter auftritt:

• Im Bereich an der Röddenauer Straße ist der Bau eines neuen Seniorenheimes für das Internationale Bildungs- und Sozialwerk Iserlohn (int-bsw) vorgesehen, das in Frankenberg bereits das stationäre Hospiz betreibt. Geplant sind laut int-bsw-Geschäftsführer Prof. Dr. Dr. h.c Heinrich Schnatmann 70 Einzelappartements mit Küchenzeilen. Das Gebäude soll im Hundertwasser-Stil errichtet werden.
•  Im angrenzenden Bereich, wo der alte Tegut-Markt steht, soll einer neuer, modener Markt gebaut werden, dessen Verkaufsfläche mit 2000 Quadratmetern fast doppelt so groß werden soll wie bisher. Zudem sollen 120 Parkplätze entstehen – erreichbar von der Auestraße und von der Siegener Straße.

Während das int-bsw für sein Seniorenheim-Projekt „Gewehr bei Fuß steht“, wie Geschäftsführer Schnatmann auf HNA-Anfrage sagte, überlegt Tegut noch. Unger hat dem Unternehmen nach eigener Aussage ein Mietpreisangebot vorgelegt. Nun wolle Tegut rechnen, ob der Preis den in Frankenberg zu erwartenden Umsätzen entspreche. Aus der Tegut-Zentrale in Fulda heißt es auf HNA-Anfrage: „Tegut ist zum Standort Frankenberg noch in Gesprächen. Eine Entscheidung ist bisher nicht gefallen.“

„Wenn Tegut nein sagt, werden wir das Grundstück anderweitig vermarkten“, sagt Unger. „Es ist der beste Platz in Frankenberg. Wir haben schon Nachfragen – Dienstleister bis hin zu allem Möglichen sind denkbar.“

Derzeit stehen auf dem alten Tegut-Gelände nicht zugelassene Fahrzeuge, auch eine Flotte von Sprintern. „Die kommen weg“, sagt Unger. Im Sommer solle der gesamte Gebäudekomplex mit Nebengebäuden und Wohnhaus abgerissen werden.

Mit dem Bau des Seniorenheims auf dem angrenzenden Grundstück soll Ende des zweiten Quartals begonnen werden, sagt Unger, der Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß für dessen Unterstützung für beide Vorhaben dankt.

Quelle: HNA

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