Haubern

Teichgelände fertig gestellt: Dorferneuerung steht vor Abschluss

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- Frankenberg-Haubern (jos). Die Dorferneuerung in Haubern habe „recht zäh“ begonnen, resümierte Bürgermeister Christian Engelhardt. Doch schlussendlich „haben wir alles, was wir uns vorgenommen haben, auch geschafft“.Noch bis zum Ende dieses Jahres läuft das Förderprogramm des Landes Hessen in Haubern. Mit der Fertigstellung des Teichgeländes sei die letzte große Maßnahme der Stadt vollbracht, sagte Engelhardt am Dienstag bei der Übergabe.

Der Rathauschef nahm die kleine Feierstunde zur Übergabe des Teichgeländes zum Anlass, um auf die vergangenen rund neun Jahre der Dorferneuerung zurückzublicken.Nachdem die ersten Jahre etwas „zäh“ verlaufen seien, habe man mittlerweile alle Herausforderungen gelöst. „Darauf können wir stolz sein“, rief Engelhardt den Mitarbeitern der Verwaltung, Mitgliedern des Magistrats und den engagierten Haubernern aus Dorferneuerungsbeirat, Verkehrsverein und Ortsbeirat zu.

Die größten Projekte seien die Umgestaltung und Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses, die Neugestaltung des Dorfplatzes und die Umnutzung des „Raiffeisengebäudes“ gewesen (wir berichteten). Das städtische Bauamt sei durch die zahlreichen Projekte stark gefordert gewesen, auch der Dorferneuerungsbeirat habe sich immer eingebracht. „Die gute Dorfgemeinschaft hat sich bei der Dorferneuerung ausgedrückt“, lobte Engelhardt die Hauberner. Nun hoffe er, dass im nächsten Jahr Geismar in das Förderprogramm des Landes aufgenommen wird.

Den Haubernern wünschte er, dass „der gute Geist in diesem Ort auch künftig das Dorf weiterentwickeln wird“. Der stellvertretende Ortsvorsteher Armin Hesse beschrieb die Gefühlslage vieler Hauberner während der Dorferneuerung – sie reichte laut Hesse „von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt“. Unterm Strich seien allerdings für alle Projekte gute Lösungen gefunden worden – vom DGH bis zum Feuerwehrgerätehaus. Nun sei auch das Teichgelände fertiggestellt – es habe eine deutliche Aufwertung erfahren. „Bislang gab es darauf nur positive Reaktionen im Ort“, betonte Hesse. Seinen Dank richtete er an die Frankenberger Stadtverwaltung und die Kommunalpolitik.

Auch Hans-Werner Schneider, Chef des Dorferneuerungsbeirats, fand versöhnliche Worte: „Sechs Jahre lang hat es gestottert, aber in den letzten drei Jahren ging es vorwärts“, resümierte er zufrieden über den gelungenen Abschluss der großen Projekte. Grund zur Freude hatten schließlich auch die anwesenden Mitglieder des Verkehrs- und Verschönerungsvereins: Sie erhielten aus den Händen von Bürgermeister Christian Engelhardt einen Scheck über 1644 Euro – als Vereinsförderung der Stadt. „Mit so einem Scheck können Sie gerne öfter nach Haubern kommen“, sagte Ortsbeiratsmitglied Armin Hesse schmunzelnd.

Zu danken hatte Engelhardt schließlich dem Schreinermeister Heinz Schmidt, der eine Ruhebank für das neu gestaltete Teichgelände gefertigt hat. Auch von Armin Hesse gab es dafür lobende Worte: „Schön, dass sich Bürger und Unternehmen aus dem Ort so für unser Dorf engagieren.“

Insgesamt 76 000 Euro hat die Umgestaltung des Hauberner Teichgeländes gekostet, 75 Prozent der Kosten hat das Land Hessen übernommen, den Rest zahlt die Stadt Frankenberg. Der Feuerwehrlöschteich wurde entschlammt und der Baumbestand auf dem gesamten Gelände verjüngt. Quer über das Gelände wurde ein beleuchteter Weg angelegt, der die Straßen „Im Gegengrund“ und „Im Diebesgrund“ miteinander verbindet, außerdem führt ein Weg über die Brücke des Lengelbachs zur Straße „Zur Insel“ in Form eines geschwungenen, wassergebundenen Pfades.

Für die Feuerwehr wurde eine vier Meter breite Zufahrtmöglichkeit zur Entnahme von Löschwasser aus dem Teich geschaffen. Der Teich selber erhielt eine natürliche Formgebung: Die Ufer wurden in geschwungenen Linien angelegt, es gibt mit Steinen befestigte Bereiche und naturbelassene Uferabschnitte. Außerdem hat der Betriebshof standorttypische Gewächse angepflanzt wie Mädesüß, Rohrpflanzgras, und Sumpfdotterblumen. Der Lengelbach längs des Teichgeländes wurde renaturiert, die Zaunanlage um das Gelände wurde entfernt – stattdessen umgibt jetzt eine Ligusterhecke einen Teil der Anlage.

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