Telekom stellt Netz bis 2018 um

Telefonieren bald nur noch über das Internet möglich

Waldeck-Frankenberg. Bis 2018 will die Telekom ihr gesamtes Telefonnetz auf internet-basierende Kommunikation umstellen. In Waldeck-Frankenberg fehlen noch schnelle Verbindungen.

Für internet-basierende Kommunikation („voice over IP“) ist ein schneller Internet-Anschluss Voraussetzung, den es aber noch nicht überall in Waldeck-Frankenberg gibt. Dennoch: „Das alte Festnetz, wie wir es kennen, wird es nach 2018 nicht mehr geben“, sagt Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney.

Ihren Kunden verspricht die Telekom „mehr Service und mehr Dienste“. Der Haken: Kunden müssen neue Verträge abschließen. Etwa fünf Millionen Menschen telefonieren bundesweit bereits über das Internet. Jede Woche stellt die Telekom etwa 50 000 bis 60 000 Anschlüsse um. Dabei kommt es bisweilen auch zu Problemen. Einige Kunden konnten das Internet und ihr Telefon längere Zeit nicht nutzen.

Wolfgang Baraniak, Leiter der Stabsstelle Ländlicher Raum und Internet-Experte der Kreisverwaltung, weist darauf hin, dass nicht nur die Telekom, sondern beispielsweise auch Unitymedia schnelle Internetverbindungen anbietet.

Zur Frage der Verfügbarkeit sagt Baraniak: „Wo Netzknoten aufgerüstet wurden, ist das kein Problem. Also beispielsweise in der Kernstadt von Korbach oder Frankenberg.“ Die Verfügbarkeit sei jedoch längst nicht im gesamten Landkreis gegeben. Telefonieren über das Internet funktioniere dort, wo es ein Breitband-Hochgeschwindigkeitsnetz mit Übertragungsraten ab 20 bis 30 Mbit pro Sekunde gebe. Baraniaks Faustregel: „Wo Fernsehen über das Internet möglich ist, klappt auch das Internet-Telefonieren.“

Teurer werden soll das Telefonieren nicht. Neben einer schnellen Leitung benötigen die Kunden einen Router, den man kaufen oder für 4,95 Euro im Monat mieten kann. (off)

Quelle: HNA

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