Interview mit dem Bassisten, der aus Bottendorf stammt

„The Red Hot“ mit Tobias Kowalewski beim Burgwald-Triathlon

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Spaßvögel: Die Mainzer Cover-Band „The Red Hot“ tritt während des Burgwald-Triathlons auf. Rechts im Bild der aus Bottendorf stammende Bassist Tobias Kowalewski.

Bottendorf. Mit dem Konzert auf dem Bottendorfer Sportplatz zum Burgwald-Triathlon erfüllt sich Tobias Kowalewski einen Kindheitstraum. Der Bassist der Mainzer Cover-Band „The Red Hot“ stammt aus Bottendorf. Am 21. Juli wird die Band gemeinsam mit den Toten Ärzten für rockige Livemusik nach dem Triathlon sorgen.

Wir fragten Tobias Kowalewski, wie es für ihn ist, in der Heimat zu spielen und was für die Band das Besondere an der Musik der Red Hot Chili Peppers ist.

Herr Kowalewski, mit Ihrer Band „The Red Hot“ waren Sie bereits 2007 zu Gast in Bottendorf. Wie ist es für Sie, in der Heimat zu spielen?

Tobias Kowalewski: Das Konzert damals im DGH in Bottendorf war eine Art Familienprojekt, weil meine Neffen und Nichten an der Organisation beteiligt waren. Sie haben viel Arbeit da reingesteckt, und es war ein cooles Konzert. Auch der Burgwald-Triathlon wird von einem meiner Neffen, Fabian Glaßl, organisiert. Es ist immer etwas ganz Besonderes, hier zu spielen, weil so viele Familienmitglieder anwesend sind. Und dann bleibt man natürlich auch abends gern mal länger auf ein, zwei Bier. Es ist eigentlich ein wenig ein Jugendtraum von mir, mal mit meiner Band auf dem Sportplatz in Bottendorf ein Konzert zu geben. Und nun, im Alter von 45 Jahren, kann ich mir diesen Traum erfüllen.

Warum covern Sie gerade die Musik der „Red Hot Chili Peppers“? Was ist das Besondere an ihnen?

Kowalewski: Wir wollten keine typische Coverband werden, die die größten Hits der letzten 50 Jahre covert. Die Chili Peppers gefallen uns, weil sie mit minimalistischer Besetzung, nur mit Schlagzeug, Gitarre, Bass und Gesang, Musik machen. Dadurch ist die Musik für jedes Bandmitglied anspruchsvoll und unglaublich facettenreich. Es ist halt nicht Heavy Metal oder Punk, sondern Cross Over. Jedes Instrument hat dabei seinen ganz eigenen Stil.

Die „Red Hot Chili Peppers“ haben 2016 ihre letzte CD veröffentlicht. Wie sehen Sie die Entwicklung und was bedeutet das für sie als Band?

Kowalewski: Wir spielen eher die Klassiker von The Red Hot Chili Peppers. Von den letzten beiden Alben spielen wir, glaube ich, nur ein Lied. Die Alben waren ja auch nicht so erfolgreich und eher elektronisch geprägt. Wir konzentrieren uns mehr auf die Lieder aus den 90er-und 2000er-Jahren. Aber die Band gibt es ja noch, und wenn sie wieder einen Hit landen, dann werden wir den bestimmt auch ins Programm mit aufnehmen.

Mit der Band „The Red Hot“ treten Sie seit 2004 auf. Sie sind berufstätig und haben Familie – wie bringen Sie das unter einen Hut?

Kowalewski:Am Anfang waren wir fast jedes Wochenende unterwegs im gesamten Bundesgebiet. Vor vier fünf Jahren haben wir uns dann für eine Pause entschieden, weil es immer schwieriger wurde, unsere Jobs und Familien mit dem Bandleben zu vereinbaren. Seit September vergangenen Jahres machen wir wieder Musik zusammen. Wir proben jetzt aber nur noch alle zwei, drei Wochen zusammen und bereiten daheim die Stücke vor. Auftritte haben wir vielleicht einem im Monat. Die konzentrieren sich im Moment im Rhein-Main-Gebiet. Ausgesucht werden aber nur noch die Veranstaltungen, die uns Spaß machen, bei denen wir wissen, das ist eine nette Location mit netten Leuten.

Sind Sie und Ihre Bandkollegen auch sportbegeistert? Könnten Sie sich vorstellen am Triathlon teilzunehmen?

Kowalewski: Vor fünf Jahren hätten wir darüber mal nachgedacht. Aber heute ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass wir im Teich ertrinken. Aber abends auf der Bühne zu stehen und ein bis zwei Stunden Musik zu machen, ist ja auch eine Art Sport.

Zur Person: Tobias Kowalewski stammt ursprünglich aus Bottendorf. Seit 14 Jahren lebt er in Budenheim bei Mainz, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der 45-Jährige ist Leiter einer Grundschule und Musiklehrer. Seine erste Band hieß „Take it Irie“ und widmete sich dem Reggae. Neben der Musik mit „The Red Hot“ macht Kowalewski heute auch viel Akustik-Musik mit seiner Frau gemeinsam.

Vorverkauf läuft noch bis Samstag

Das Livekonzert findet am 21. Juli anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Burgwald-Triathlons auf dem Bottendorfer Sportplatz statt. Einlass: ab 19 Uhr. The Red Hot spielen ab 20.30 Uhr und die Toten Ärzte ab ca. 22.15 Uhr.

Der Vorverkauf läuft noch bis Samstag, 14. Juli. Karten gibt es beim Edeka-Markt Döls in Bottendorf, bei der Bäckerei Theiß in Bottendorf, im Tui-Reisecenter Heydasch in Frankenberg sowie bei den Frankenberger- Bank-Filialen in Frankenberg, Allendorf und Bottendorf.

Eintritt: Vorverkauf zehn Euro; Abendkasse 15 Euro. Alle Teilnehmer am Triathlon haben freien Eintritt zum Konzert.

Von Evelyn Paul

Quelle: HNA

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