Theater-AG der Edertalschule feierte Erfolg mit Dürrenmatt-Inszenierung

Foto: Völker

Frankenberg. Ein besessener Sektenprediger, der Milliardäre von der Armut träumen lässt und die Welt als ein einziges, verqueres „Durcheinandertal“: Friedrich Dürrenmatts letzter Roman bot für die Theater AG der Edertalschule den Stoff, aus dem sich eine groteske, turbulente Bühnenschau machen ließ.

Für ihre jüngste Inszenierung unter Leitung von Paul Möllers, hervorgegangen aus einem intensiven Werkstattprozess, gab es bei der Premiere im Dampfmaschinenmuseum am Mittwochabend großen Beifall.

Dürrenmatts Spätwerk von 1989, dass in ein „Bündel von Geschichten ohne Zusammenhang“ zerfällt, ist früher wegen seiner wild assoziierenden Erzählweise mit fehlendem durchgängigen Handlungsstrang und seinen Andeutungen unter der Textoberfläche kritisiert worden. Die jungen Theater-Leute der Edertalschule nutzten diese Offenheit als Chance: Sie entschieden sich für zwei Spielebenen, eine Miniaturlandschaft mit Playmobilfiguren, als Spieltableau auf Großbildwände projiziert, davor entwickelten sie auf der Bühne in weichen, ähnlich puppenartigen Filzkostümen groteske, schillernde Figuren einer doppelbödigen, morbiden Welt.

Bilder von der Premiere

Edertalschule spielt Dürrenmatts Durcheinandertal

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Quelle: HNA

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