Frankenberg

Thonet entlässt rund 50 Mitarbeiter

- Frankenberg (apa). Noch im Dezember wird Thonet fast einem Drittel der Belegschaft kündigen: Das Stammwerk soll bis zum Sommer leer stehen, sämtliche Produktionsschritte sollen auf das Nachbargebäude konzentriert werden.

Am Montag informierte die Geschäftsleitung von Thonet in einer Betriebsversammlung über die bevorstehenden Kündigungen: Etwa 50 Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz verlieren. Die meisten Kündigungen werden laut Geschäftsführer Roland Ohnacker im März und im Juli nächsten Jahres wirksam. Derzeit hat Thonet 160 Arbeitsplätze. „Danach werden es 105 bis 110 Arbeitsplätze sein“, sagte Ohnacker. Um weitere Kosten einzusparen, soll das gesamte Werk umstrukturiert werden, erläuterte der Geschäftsführer: Die Holzfertigung, die bisher im Stammwerk untergebracht war, zieht um in das Werk II auf der anderen Seite der Bahnschienen. Dort wird die Produktion „allgemein verschlankt“, sagte Ohnacker – im Klartext: Thonet gibt diverse Arbeitsschritte auf. Vier Kernkompetenzen sieht Ohnacker, die in jedem Fall im Unternehmen verbleiben sollen: Metallbiegen, Tischfertigung, Endmontage und Polsterei. Andere Aufgaben könnte Thonet künftig an Zulieferer abgeben. „Die Frage ist: Was ist ein gesunder Anteil beim Selbermachen?“ Derzeit suche Thonet mit lokalen Firmen nach Lösungen. Welche Aufgaben künftig nicht mehr von Thonet-Mitarbeitern ausgeführt werden, wollte Ohnacker noch nicht sagen, weil sowohl die Verhandlungen mit dem Betriebsrat als auch mit den anderen Firmen noch laufen. Allerdings betonte er, dass die Entlassungen nicht an Abteilungen gebunden seien. Schließlich müsse auch nach Sozialverträglichkeit entschieden werden. Außerdem schloss Ohnacker eine Verlagerung der Produktion ins Ausland im Gespräch mit WLZ-FZ aus. Zur Diskussion steht damit auch der traditionsreichste Arbeitsschritt, der den Erfolg des Möbelherstellers einst begründete: Die Holzbiegerei, die ebenfalls im Stammwerk untergebracht ist. „Wir arbeiten da an einer Lösung. Die Auslastung war seit Langem nicht berauschend“, sagte Ohnacker. Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Dienstag, 23. November 2010.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare