Frankenberg

Thonet eröffnet Laden in Frankfurt

+

- Frabnkenberg (jos). Ein Möbelstück sollte klug sein, sagt Anette Ponholzer. Gleichzeitig dürfe sich die Intelligenz des Produktes aber nicht in den Vordergrund drängen. Dieser Anspruch der Münchener Industriedesignerin charakterisiert nicht nur die Tische, Stühle und Regale des Frankenberger Möbelherstellers Thonet, sondern auch das Unternehmen selber.

Aus allen Teilen Deutschlands sind die rund 150 Gäste gekommen, künftig will Thonet in dem neuen Laden darüber hinaus auch Geschäftsleute aus dem gesamten europäischen Raum begrüßen: In dem gigantischen Gebäudekomplex „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen hat der Frankenberger Möbelhersteller am Donnerstag einen „Store“ eröffnet und gleichzeitig das 240-seitige Markenbuch mit dem Titel „Thonet – Essence 01“ vorgestellt.

Nachdem das traditionsreiche Unternehmen im vergangenen Jahr in eine wirtschaftliche Schieflage geraten war, ist die Produktion in Frankenberg umstrukturiert worden – die komplette Fertigung und die produktionsnahe Verwaltung sind in das Werk 2 umgezogen, das vom Stammwerk aus gesehen auf der gegenüberliegenden Seite der Bahnschienen liegt. Das nun leer stehende Werk 1 soll in einen Gewerbepark umgewidmet und an Kleinunternehmen vermietet werden. Die Zahl der Entlassungen konnte durch Altersteilzeit-Lösungen niedrig gehalten werden.

„Der Restrukturierungsprozess ist auf einem sehr guten Weg“, sagt Geschäftsführer Peter Thonet. Während intern die Neuausrichtung so gut wie abgeschlossen ist, bedeuten die Eröffnung des neuen Ladens in Frankfurt und die Vorstellung des Buches zwei Meilensteine für die Positionierung des Unternehmens auf dem Markt der Möbelhersteller. „Wir wollen unser Markenprofil schärfen“, sagt Peter Thonet. Das „Kollektionsbuch“ sei dabei ein wichtiger Schritt.

Außerdem soll der über Jahre vernachlässigte Wohnmöbelbereich gestärkt werden und der Export-Anteil vergrößert werden. „Ein Store in der Mitte Europas, der von überall aus in zwei bis drei Stunden per Bahn, Flugzeug oder Auto erreichbar ist, ist da ein unschlagbarer Vorteil“, betont Thonet.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 24. September.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare