Großübung: Feuerwehren aus den vier Walddörfern probten den Ernstfall

Tiere aus Scheune gerettet

Rettung unter schwerem Atemschutz: Alexander Maurer (links) und Jochen Finger mussten Tiere aus den Stallungen des Jägerhofs retten.

Rengershausen. 15.35 Uhr, Sirenen heulen durch den Frankenberger Stadtteil Rengershausen. Kurz darauf hört man auch die Sirenen von Wangershausen und Hommershausen. In Rengershausen brennt es auf dem Jägerhof.

Das ist das Szenario der gemeinsamen Großübung der Feuerwehren von Rengershausen, Wangershausen, Hommershausen und Rodenbach. Das erste Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Rengershausen trifft am angenommen Brandort ein und verschafft sich einen ersten Überblick.

Noch bevor die lange Wasserstrecke verlegt wird, dringt ein erster Trupp unter schwerem Atemschutz in die Scheune ein und beginnt mit der Rettung der Tiere. Die Feuerwehr aus Wangershausen trifft ein und wird eingewiesen. Minuten später sind auch die Wehren aus Hommershausen und Rodenbach am angenommenen Brandort. 35 Wehrfrauen und -männer verlegen nun Schläuche, richten Wasserentnahmestellen an offenen Gewässern ein und bergen landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Auch das zusätzliche Wasserfass, das die Rengershäuser Wehr seit zwei Jahren im Einsatz hat, ist in nur zwei Minuten mit 4000 Litern gefüllt und steht für die Wehren bereit.

Aufmerksam verfolgt Stefan Stroß, der stellvertretenden Stadtbrandinspektor von Frankenberg, die Übung und macht sich Notizen. Nach fast einer Stunde heißt es dann für die Wehren „Wasser halt“.

Die Übung ist beendet. Bei der anschließenden Manöverkritik am Gerätehaus in Rengershausen begrüßte der Wehrführer der Rengershäuser Wehr, Klaus Neidhardt, auch die Ehrenvorsitzenden der Rengershäuser Feuerwehr sowie die Ortsvorsteher aus Rodenbach, Wangershausen und Rengershausen.

Dabei wies Neidhardt darauf hin, dass es bereits die 35. gemeinsame Herbstübung der Walddörfer war. An der Übung hatten auch fünf Nachwuchskräfte der Wehren teilgenommen. „Auf 35 Jahre gemeinsame Übungen kann man stolz sein, es ist ein Zeichen des Zusammenhalts der Wehren in den Walddörfern“, sagte Stefan Stroß.

Mit dem Ablauf der Übung war er zufrieden, fand aber doch einige Punkte, die verbessert werden müssten. So müsse die Kennzeichnung der Führungskräfte eingeführt werden.

Lange Anfahrt

Auch die lange Anfahrt über die kurvenreiche Straße nach Rengershausen wurde angesprochen: Bei schnellem Ausrücken brauchen Wehren aus Frankenberg, Hommershausen oder Rodenbach noch bis zu 20 Minuten, wurde festgestellt.

„Deshalb werden wir im Ernstfall auf Hilfe aus Bromskirchen oder Hallenberg zurückgreifen müssen“, sagte Stroß. Anschließend wurde die erfolgreiche Übung noch gefeiert.

Von Olaf Dudek

Quelle: HNA

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