Tier hatte Mann schwer verletzt

Mann gebissen: Bullterrier Ike kommt nicht in private Hände

Bullterrier Ike: Für ihn sucht das Tierheim Frankenberg nun eine geeignete Einrichtung.

Frankenberg/Lichtenfels. Bullterrier Ike, der im Mai 2017 einen Mannschwer verletzt hatte und ins Tierheim Frankenberg kam, soll nun doch nicht in private Hände weitergegeben werden.

„Das Tierheim Frankenberg wird Bullterrier Ike nicht in private Hände weitervermitteln.“ Das sagte am Montag die Vorsitzende des Tierheims, Renate Seifert, unserer Zeitung. „Er sollte auch nie in private Hände gegeben werden. Seit neun Monaten suche ich einen Platz, wo er bleiben kann.“

Die Vorsitzende bedauere sehr, dass das Tier ohne vorherige Absprache mit ihr zur Vermittlung an Privatleute mit Sachkenntnis angeboten worden war. Das hatte, wie berichtet, für Empörung gesorgt. Denn der Bullterrier hatte im Mai 2017 in Dalwigksthal einen Mann schwer verletzt. Der versehentliche Vermittlungsversuch und die Folgen täten ihr sehr leid.

Ike komme zwar gut mit Menschen klar, sei aber aggressiv gegen Artgenossen. „Auch das kann ja zu gefährlichen Situationen für Menschen führen“, sagt Renate Seifert. Deshalb suche sie schon seit neun Monaten eine geeignete Einrichtung für ihn. Sie sei zum Beispiel in Kontakt mit der Organisation „Bullterrier in Not“. Seifert: „Doch da muss erst ein Platz frei sein.“

Die Vorsitzende versichert, dass das Tierheim verantwortungsbewusst mit dem Weitervermitteln von Tieren umgehe. Ein Schäferhundmischling sei beispielsweise vier Jahre im Tierheim geblieben, bevor ein passender Halter gefunden worden war. 

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