Frankenberg

Tiger und Zebras auf der Wehrweide

- Frankenberg (apa). Da muss man schon zweimal hinsehen: Das sind doch... tatsächlich! Auf der Wehrweide stehen Kamele auf einer Wiese, direkt neben Lamas, Zebras und riesigen Rindern mit ausladenden Hörnern. Der Circus Constanze Busch gastiert in Frankenberg mit 70 teils exotischen Tieren.

Große Tiere – das ist der Schwerpunkt der Circus-Show, die seit Montag in Frankenberg zu sehen ist. Auf der Wehrweide haben die rund 20 Artisten am Sonntag im Schweiße ihres Angesichts Ställe und das große Zelt aufgebaut. Weiße Araber-Hengste stehen in Boxen neben pechschwarzen Friesen und goldglänzenden Palominos, auf der Wiese dahinter grasen Zebras, Lamas und ungarische Steppenrinder, von denen eins locker eine Tonne auf die Waage bringt. Den beiden Kamelen ist es zu warm: Sie haben sich in der Stallgasse zwischen den Boxen für die Pferde ein schattiges Plätzchen gesucht. Die Artisten sind froh, dass auf dem Frankenberger Festplatz auch einige Grasflächen geblieben sind. „Reine Teerplätze sind nichts für uns“, sagt Bodo Wünsch, der als Artist in vierter Generation beim Circus ist. Während es in und hinter den Ställen mit Pferden, Kamelen, Zebras, Lamas und Rindern ruhig und entspannt zugeht, machen die Tiger in ihrem Lastwagen ein bisschen Rabatz. Vier weibliche und ein männlicher Tiger gehören zum Circus – und von Entspannung kann bei ihnen (noch) keine Rede sein. Die weiblichen Tiger sind nämlich rollig, wie Bodo Wünsch erklärt, und die Zusammentreffen mit dem Kater sind von lautem Fauchen begleitet. Ruhiger wird es erst, als die Mitarbeiter drei Weibchen in das abgesicherte Laufgehege vor dem Wagen lassen und der männliche Tiger allein in seinem „Abteil“ bleibt. Die Trennung tut beiden Seiten gut: Der Herr ruht, und die Damen entspannen sich im Planschbecken, räkeln sich in der Sonne und kauen auf ihren Spielbällen.

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