Aktionstag zur Verkehrssicherheit in Hans-Viessman-Schule: Überschlag im Simulator

Fährt auf dem Motorradsimulator: (links) Maximilian Piecha. Siegfried Schieferdecker von der Verkehrswacht (rechts) betreut die Station in der Hans-Viessmann-Schule. Foto: Wenzel

Frankenberg. Da staunten die Schüler nicht schlecht als sie in einem Überschlagsimulator auf den Kopf gedreht wurden und sich unter Anleitung von Mitarbeitern der Ortsverkehrswacht Frankenberg aus dem Auto befreien sollten. Was in der Übung noch ganz spaßig ist, kann auch schnell zur Realität werden. Noch immer seien die Unfallzahlen bei Jugendlichen hoch.

300 Schüler nehmen teil

„Unsere Aufgabe ist es, die jungen Fahrer aufzuklären und ihnen Tipps zu geben“, erklärt der ehemalige Polizeibeamte Ferdinand Hagenbach. Er organisiert die Aktionstage mit elf weiteren Betreuern der Ortsverkehrswacht Frankenberg an der Hans-Viessmann-Schule in Frankenberg. Gestern und heute nehmen etwa 300 Schüler an dem Programm teil.

In Gruppen durchlaufen die Jugendlichen verschiedene Stationen, die im Gebäude und auf dem Schulhof der Hans-Viessmann-Schule aufgebaut sind: Sie testen ihr Sehvermögen, fahren mit einem Auto- oder Motorradsimulator und laufen mit einer Rauschbrille durch einen aufgemalten Parcours. „Die Rauschbrillen mit 0,8 und 1,3 Promille zeigen an, wie schnell der Mensch die Kontrolle über sich verlieren und straffällig werden kann“, sagt Hagenbach.

Anschnallen ist wichtig

Die Schüler hatten außerdem die Möglichkeit mit einem Gurtschlitten zu fahren. Mit fünf bis zehn Kilometer pro Stunde prallt der Sitz ungebremst gegen einen Widerstand. „Der Gurt ist Lebensretter Nr. 1“, sagt Hagenbach. Auch eine Fahrt im Überschlagsimulator zeigt, wie wichtig das Anschnallen ist. Dadurch fliegt man nicht unkontrolliert aus dem Auto. Mit Hilfe der Betreuer lernen die Jugendlichen, wie man sich mit wenigen kontrollierten Handgriffen aus dem überschlagenen Auto befreien kann.

„Die Schüler sind vor allem deshalb vom Programm begeistert, weil vieles praktisch durchgeführt wird“, erklärt der ehemalige Polizeibeamte Hagenbach.

Von Lena Wenzel

Quelle: HNA

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