Frankenberger Gebirgs- und Wanderverein erkundet den "Point-Alpha-Weg" durchs Ulstertal

Tour entlang der einstigen innerdeutschen Grenze

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Frankenberg - Am Sonntag starteten 45 Mitglieder des Gebirgs- und Wandervereins und Gäste unter der Leitung von Johanna und Kurt Naumann zu einer Tagestour in die "Point-Alpha-Stadt" Geisa in Thüringen.

Nach der Fahrt erreichte die Gruppe bei Sonnenschein den Parkplatz am „Haus auf der Grenze“. Dort wurde zunächst ein Frühstück eingenommen, das die Familien Riwoldt und Naumann spendiert hatten. Danach und nach einem Wanderlied teilte sich die Gruppe auf.

Eine Gruppe unter der Leitung von Kurt Naumann erwanderte den etwa 15 Kilometer langen „Point-Alpha-Weg“, die zweite Gruppe unter der Leitung von Johanna Naumann besichtigte das „Haus auf der Grenze“ und wanderten dann zum Museum „Point Alpha“ und weiter in die romantische Bergstadt Geisa.

Der Name „Point Alpha“ geht zurück auf den Kalten Krieg zwischen den westlichen Demokratien und dem sowjetisch geführten Ostblock, er steht für einen amerikanischen Beobachtungsstützpunkt an der innerdeutschen Grenze. Nach der Maueröffnung und der deutschen Einheit 1989/90 verlor er seine Bedeutung. Inzwischen ist er zu einer Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte umgewandelt worden.

Ein besonderes Erlebnis war die Extratour „Point-Alpha-Weg“. Sie führte durch blühende Felder und Waldgebiete mit herrlichen Blicken in das Thüringer Land. Einen besonderen Ausblick erlebten die Wanderer am „Ulsterblick „mit einem Ausblick über das Tal. Auf dem weiteren Weg verschaffen sich die Wanderfreunde einen Eindruck von den original erhaltenen oder rekonstruierten Grenzanlagen der DDR an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Der „Weg der Hoffnung“ ist identisch mit dem ehemaligen Todesstreifen an der Grenze, dort wurden die in den Jahren 2009/2010 entstandenen 14 Skulpturen in Anlehnung an den biblischen Kreuzweg besichtigt.

Nach etwa fünf Stunden kam die Gruppe am späten Nachmittag in Geisa an, wo sie sich mit den Kurzwanderern im Gartenlokal der Gaststätte „Zur Linde“ traf. Nachdem Durst und Hunger gestillt waren, lobte der Vorsitzende Teddy Riwoldt die Wanderführer Johanna und Kurt Naumann für die Planung und Gestaltung der Tageswanderung. Alle Teilnehmer waren sich einig, einen herrlichen Wandertag erlebt zu haben, den sie in Erinnerung behalten. Am Abend war die Gruppe wieder in Frankenberg zurück.(r)

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