Soldaten aus drei Ländern trainieren Sprünge aus 400 Metern Höhe - Bildergalerie ist online

Transall und Fallschirme über Bottendorf

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Burgwald-Bottendorf - Es dauert nur Sekunden, und plötzlich ist der Himmel über dem Feld zwischen Bottendorf und der K117 voller olivgrüner Fallschirme. Sie sinken in Sichtweite voneinander zu Boden. Minuten später sind die Soldaten, die eben aus 400 Metern abgesprungen sind, wieder bei ihrer Truppe.

Der Himmel ist blau; die Wolken, die noch am Morgen über dem Frankenberger Land hingen, haben sich verzogen. Der frische Wind sorgt während des Trainings der Fallschirmspringer der Division Schnelle Kräfte aus Stadtallendorf für erhöhte Aufmerksamkeit. Die Soldaten absolvieren in diesen Tagen ihren Standardsprungdienst. Dafür wird das Feld zwischen der Kreisstraße 117 und Bottendorf zum Landeplatz, die Basis befindet sich auf dem Flugplatz in Allendorf.

Drei mal im Jahr finden solche Trainingseinsätze statt. „Ziel ist es, dass jeder Soldat mindestens vier Fallschirmsprünge im Jahr absolviert“, sagt Major Gordon Unterköfler, Chef der Stabs-Fernmeldekompanie. Durch das Sprungtraining sinkt einerseits die Nervosität vor dem Sprung, außerdem bekommen die Soldaten eine gewisse Routine – so können sie sich im Einsatz noch besser auf die Situation am Boden und das weitere Vorgehen konzentrieren.Etwa 100 Soldaten sind vor Ort, 80 von ihnen springen an diesem Tag aus der Transall. Unter ihnen sind 15 Mitglieder der US Army und zehn niederländische Soldaten. Die Amerikaner freuen sich über die Gelegenheit, mit den Deutschen zu trainieren – vor allem, weil sie sonst nicht die Möglichkeit haben, Übungssprünge in dieser Form zu absolvieren. Denn wenn die Paratroopers trainieren, dann in voller Ausrüstung mitsamt Waffen und einer Fortsetzung der Einsatzübung am Boden, berichtet ein Mitglied der Army im Gespräch mit der FZ.

Während die Soldaten im Bottendorfer Feld ihre Fallschirme einpacken und sich auf den Weg zum Sammelpunkt machen, bereitet sich auf dem Flugplatz die nächste Gruppe vor. Sie kontrollieren gegenseitig, ob die Ausrüstung der Kameraden in Ordnung ist. Eine weitere Kontrolle folgt, bevor es zum Flugzeug geht. Ganz perfekt verläuft das Training nicht: Ein Soldat kugelt sich bei der Landung die Schulter aus. Er wird zunächst von den Sanitätern der Bundeswehr vor Ort behandelt und dann mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.Auch am Mittwoch und Donnerstag wollen die Soldaten Trainingssprünge über Bottendorf absolvieren – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

Den ausführlichen Text lesen Sie in der Mittwochausgabe derFrankenberger Zeitung.

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