Versorgung der Kinder sei nicht gesichert

Treffpunkt hilft Kindern von psychisch erkrankten Eltern

Neues Angebot des Treffpunkts Frankenberg: (von links) Monika Lacher, Johannes Engelmann und Margarete Boymann stellten jetzt die „Treffpunkt Kids“ vor. Erdmännchen Moritz ist das Maskottchen. Foto: mjx

Frankenberg. Nach Schätzungen leben in Deutschland drei Millionen Kinder mit einem psychisch erkrankten Elternteil zusammen.

Vor diesem Hintergrund hat der Kreisverband der Treffpunkte in Waldeck-Frankenberg einen neuen Schwerpunkt in seine Arbeit aufgenommen: die Betreuung und Unterstützung von Kindern von psychisch erkrankten Eltern.

Im Ortsverein Frankenberg der Treffpunkte ist ein Plüschtier das Maskottchen dieses Angebots unter dem Titel "Treffpunkt Kids": das Erdmännchen Moritz. Betreut werden die betroffenen Jungen und Mädchen in Frankenberg von den Treffpunkt-Mitarbeitern Margarete Boymann und Johannes Engelmann.

„Bei der Arbeit mit psychisch Kranken haben wir auch in Frankenberg festgestellt, dass die Versorgung der Kinder dieser Menschen überhaupt nicht gesichert ist“, begründete Monika Lacher das neue Angebot für Kinder im Alter zwischen etwa sieben und zwölf Jahren.

„Kinder von psychisch erkrankten Eltern müssen in ihrem Leben sehr früh Verantwortung übernehmen“, sagte die Ortsvereins-Vorsitzende bei der Vorstellung des neuen Treffpunkt-Angebots, deshalb bestünde für diese Kinder die große Gefahr, selbst psychisch krank zu werden. Dem müsse vorgebeugt werden.

Seit September bietet das Psychosoziale Zentrum Frankenberg bereits seine Aktion „Treffpunkt Kids“ an. Die kostenfreien Treffen finden immer dienstags von 16 bis 17 Uhr statt, bei Bedarf kann ein Hol- und Bringdienst genutzt werden. Seit dem Start nehmen drei Kinder regelmäßig an den Treffen teil.

Besonders glücklich ist die Frankenberger Vorsitzende darüber, dass die Treffen im Frankenberger Jugendhaus in der Hainstraße 3 stattfinden: „Wir haben eine ganz tolle Kooperation mit dem Jugendhaus. Dort ist die Hemmschwelle geringer.“ Für die Kinder sei es leichter, in das Jugendhaus zu gehen anstatt zum Treffpunkt.

Im Jugendhaus können die Kinder ein präventives Angebot nutzen: „Wir unterstützen die Kinder, damit sie zu starken Persönlichkeiten heranwachsen können“, sagt die Vorsitzende: „Bei uns können die Jungen und Mädchen mit anderen Kindern, denen es ähnlich geht, eine schönes Zeit verbringen, Neues entdecken und gemeinsam Spaß haben." (mjx)

Weitere Infos und Kontaktdaten stehen in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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