Brigitte Stark aus Battenberg nimmt an Fitness-Studie teil

Die Treppe hinauf, ohne zu schnaufen

Brigitte Stark aus Battenberg hat im Rahmen der Studie „2 x 30 Minuten“ der Sporthochschule Köln mit dem Muskeltraining angefangen. Die Auswirkungen haben sie überzeugt – und darüber freuen sich auch Tanja Rößler und Thomas Zimmermann (von links) vom Gesundheitszentrum „Get Fit“, das Projektpartner der Kölner Uni war. Foto: Andrea Pauly

Allendorf (Eder) - Zwei- bis dreimal in der Woche ist Brigitte Stark ein Stündchen unterwegs, um sich fit zu halten: Sie fährt von Battenberg nach Allendorf und treibt im dortigen Fitness-Studio Sport. Den Anstoß dafür hat eine bundesweite ­Studie gegeben.

Fitness-Studios sind schon längst nicht mehr nur ein Anlaufpunkt für Menschen, die möglichst viele Muskeln aufbauen wollen. Stattdessen finden sich dort mehr und mehr Männer und Frauen – auch ältere –, die einfach etwas für ihre Gesundheit tun wollen. Denn richtig ausgeführt kann Muskeltraining vor Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes schützen. Für Thomas Zimmermann, Inhaber des „Get Fit“, war die Studie „2x30 Minuten“ der Sporthochschule Köln eine perfekte Gelegenheit, mit den falschen Vorstellungen aufzuräumen. Zudem sei es eine besondere Auszeichnung gewesen, Projektpartner der renommierten Sporthochschule zu sein, sagt Zimmermann. „Die Ergebnisse untermauern darüber hinaus unsere Konzentration auf das Muskeltraining in all seinen Facetten.“

Im Allendorfer Gesundheitszentrum haben sich 105 Personen an der Studie beteiligt, nur drei brachen vorzeitig ab. „Die meisten, die mitgemacht haben, hatten eine unglaublich hohe Motivation“, sagt Tanja Rößler, die die Probanden betreute. 42 der 105 Teilnehmer waren überzeugt von der positiven Auswirkung des Muskeltrainings und wollen langfristig weitermachen.

Brigitte Stark ist eine davon. „Schon lange wollte ich etwas für meine Gesundheit tun. Da kam mir die Aktion gerade recht“, sagt die Battenbergerin über ihre Motivation, bei der Studie mitzumachen. Sie war bis vor zwei Jahren voll berufstätig, für Sport hatte sie keine Zeit.

Radfahren, Muskeltraining am Latzug, Beinpresse und Bauchmaschine sowie an anderen Geräten machten ihr nicht nur Spaß, sondern zeigten bald auch positive Effekte: Die 62-Jährige fühlte sich rundum wohl, war beweglicher und hatte mehr Ausdauer. „Ich kam ruck, zuck die Kellertreppe rauf, ohne zu schnaufen“, erinnert sie sich – darüber sei sie selbst total verblüfft gewesen. Sie hat sich nach dem Projekt für ein regelmäßiges Training in einem Fitness-Studio entschieden – übrigens ebenso wie ihr Mann, worüber sich die Battenbergerin besonders freut. Mittlerweile gehört der Besuch im Fitness-Studio zum festen Wochenprogramm, ebenso wie Ausflüge ins Schwimmbad.

„Unser Ziel war es, zu erreichen, dass jeder einzelne Teilnehmer erkennt, wie wichtig Muskeltraining ist – und dass das nicht mit Krafttraining zu verwechseln ist“, sagt Thomas Zimmermann. Viele Teilnehmer, gerade ältere, hätten diese Erkenntnis gehabt – „obwohl die meisten am Anfang ziemlich skeptisch waren“. (apa)

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