Mehr Regeln, weniger Besucher

Trotz Corona-Beschränkung: Freibäder im Frankenberger Land öffnen

Gemeinsame Entscheidung: Sie haben gemeinsam beschlossen, ihre Freibäder in den nächsten Tagen und Wochen wieder zu öffnen: (von links) Markus Bornmann (Erster Stadtrat Gemünden), Hans Waßmuth (Bürgermeister Rosenthal), Rüdiger Heß (Bürgermeister Frankenberg), Dirk Dornseif (Badebetriebsleiter Battenberg), Christian Klein (Bürgermeister Battenberg), Thorsten Röder (Stadtwerke Frankenberg) und Manuel Emde (Schwimmmeister Frankenberg) – hier im Frankenberger Freibad.
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Gemeinsame Entscheidung: Sie haben gemeinsam beschlossen, ihre Freibäder in den nächsten Tagen und Wochen wieder zu öffnen: (von links) Markus Bornmann (Erster Stadtrat Gemünden), Hans Waßmuth (Bürgermeister Rosenthal), Rüdiger Heß (Bürgermeister Frankenberg), Dirk Dornseif (Badebetriebsleiter Battenberg), Christian Klein (Bürgermeister Battenberg), Thorsten Röder (Stadtwerke Frankenberg) und Manuel Emde (Schwimmmeister Frankenberg) – hier im Frankenberger Freibad.

Trotz der Corona-Pandemie werden die Freibäder in Frankenberg, Battenberg, Gemünden und Rosenthal in den nächsten Tagen wieder öffnen.

Das haben die Bürgermeister dieser vier Städte im Süden des Landkreises am Montag in einer gemeinsamen Telefonkonferenz beschlossen, anschließend teilten sie den Entschluss in einer Pressekonferenz mit.

Die eigentlich schon für diesen Mittwoch, 1. Juli, geplante Öffnung des Battenberger Bärenbades kann allerdings erst „spätestens am 6. Juli erfolgen“, wie Badebetriesbsleiter Dirk Dornseif mitteilte. Auch Gemünden will sein Freibad laut Erstem Stadtrat Markus Bornmann mit Beginn der Hessischen Sommerferien am Montag, 6. Juli, öffnen. In Frankenberg und Rosenthal sollen die Freibäder in der 29. Kalenderwoche geöffnet werden, das ist die Woche ab dem 13. Juli.

Vor zehn Tagen lautete die Botschaft noch, dass die Freibäder zunächst geschlossen bleiben, was auch die Empfehlung des Landkreises war. Wie berichtet, ist derzeit in Waldeck-Frankenberg nur das Freibad in Korbach für den allgemeinen Badebetrieb geöffnet.

„Wir haben die Lage täglich neu beurteilt und ständig Gespräche mit dem Gesundheitsamt geführt“, erläuterte Thorsten Röder, Technischer Leiter des Frankenberger Freibads, die gemeinsame Entscheidung. „Wir wollten hier etwas Abgestimmtes tun“, betonte Röder.

„Wir müssen uns weiterhin an die Regeln halten, das Virus ist noch nicht weg.“ 

Rüdiger Heß, Bürgermeister in Frankenberg

Nach den jüngsten Lockerungen der „Anforderungen an die Schwimmbäder“ könnten nun auch den Badefreunden wieder mehr Freiheiten eingeräumt werden, stellte Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß fest. Dabei appellierte er aber an die „Eigenverantwortung eines jeden einzelnen“, die strengen Hygiene- und Abstandsvorschriften in den Schwimmbädern einzuhalten. Nur mit dieser „Eigenverantwortung“ könne ein weiterer Schritt in Richtung Normalität bewältigt werden. „Wir müssen uns weiterhin an die Regeln halten, das Virus ist noch nicht weg“, machte Heß deutlich.

Nach einem entsprechenden Signal des Gesundheitsamtes könne das Battenberger Bärenbad wieder geöffnet werden, das Freibad in Dodenau müsse aber geschlossen bleiben, berichtete Battenbergs Bürgermeister Christian Klein. „An diese Empfehlung halten wir uns auch“, sagte er. Mit den Hygienekonzepten sei die Öffnung in Battenberg sogar schon für den 1. Juli geplant gewesen: „Am Montag hatten wir aber einen großen Rohrbruch im Freibad.“

Strenge Hygiene- und Abstandsregeln einhalten

Vor dem ersten Sprung ins kühle Nass müssen die Schwimmer in den vier Städten neben den strengen Hygiene- und Abstandsvorschriften allerdings noch weitere Regeln in Kauf nehmen – beispielsweise reduzierte Besucherzahlen, Erhöhung des Chlorgehalts, Einschränkungen im Sanitärbereich, kein Verkauf von Speisen und Getränken und teilweise auch geänderte Eintrittspreise. Auch die Spaßbereiche sind geschlossen, Hüpfkissen dürfen nicht sein und die Anzahl der Menschen im Becken ist reduziert.

In Battenberg dürfen bei höchsten 300 Schwimmbadbesuchern beispielsweise nur maximal 100 Menschen gleichzeitig ins Wasser. In Gemünden können gleichzeitig nur 86 Personen ins Freibad, dort wird mittags auch geschlossen und desinfiziert – und sonntags ist das Freibad ausschließlich für das DLRG geöffnet, wie Erster Stadtrat Markus Bornmann mitteilte.

In Frankenberg soll mit 250 Besuchern gestartet werden. „Wenn das funktioniert, kann auch aufgestockt werden“, sagte Thorsten Röder, der Technische Leiter für das Frankenberger Freibad. An „guten Tagen außerhalb von Corona“ kommen in Frankenberg auch schon mal 1300 Besucher ins Freibad.

In Rosenthal sei das Schwimmbad bereits betriebsbereit, berichtete Bürgermeister Hans Waßmuth, in der vergangenen Woche habe es schon einen internen Badetag gegeben. „Das Wasser ist da, es ist alles vorbereitet“, sagte Waßmuth. Aber inmitten der Coronakrise müsse Rosenthal nicht unbedingt „als Erster“ an den Start gehen, so der Bürgermeister. Wie Frankenberg will Rosenthal zwischen dem 13. und 17. Juli öffnen, Battenberg und Gemünden am 6. Juli.

„Wir werden uns untereinander austauschen und Probleme erörtern. Man muss das Rad ja nicht neu erfinden“, sagte Battenbergs Bürgermeister Christian Klein.

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