TV-Konsum für Kleinkinder: Erzieherinnen und Eltern besuchten Fortbildung

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Einblick in Mediengeschehen: Ulrike Ritter von der Fachstelle Suchtprävention veranstaltete die Fortbildung mit Medienpädagoge Thomas Graf für Kindergartenleiterin Sabine Ritter und ihren Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätten Löhlbach und Haina.

Löhlbach. Sollten Kinder im Kindergartenalter schon regelmäßig vor dem Fernseher sitzen? Was dürfen sie ansehen, und kann es die Entwicklung des Kindes beeinflussen? Antworten zu diesem Thema gab es in der Kindertagesstätte Löhlbach für Erzieherinnen und Eltern.

Medienpädagoge Thomas Graf erläuterte Aspekte der kindlichen Entwicklung in der Informationsgesellschaft. Bevor am Abend den Eltern ein Einblick in die Thematik gegeben wurde, erarbeiteten die Erzieherinnen aus Löhlbach und Haina am Nachmittag gemeinsam mit Thomas Graf medienpädagogische Punkte. Ziel war es, Erzieherinnen und Eltern, aber auch letztlich die Kinder kompetent im Umgang mit Medien zu machen.

Thomas Graf machte darauf aufmerksam, dass Medien eine wichtige Rolle in der Entwicklung von Kindern spielten. „Gerade im Kindergartenalter wird verstärkt der Fernseher genutzt“, erklärt der Medienpädagoge. Durch bestimmte Figuren erlernen Kinder beispielsweise ein Gefühl für „gut und böse“. Der Klassiker sei nach wie vor Pippi Langstrumpf. „Kinder lernen mit dieser Figur Gefühle von Freiheit.

Da Kinder in der heutigen Zeit das Medium Fernsehen als Lernmittel nutzten, habe dieses enormen Einfluss auf die Entwicklung. Daher sei es wichtig, Kinder mit dem Fernsehen nicht allein zu lassen. „Das bedeutet nicht, dass Kinder nicht alleine gucken sollten, sondern vielmehr, dass Eltern, aber auch Erzieher für Kinder da sind, um das Gesehene aufzuarbeiten“, erzählte Thomas Graf. (sm)

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Quelle: HNA

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